Spielhallen machen dicht, weil Schulen in der Nähe sind

Damit junge Erwachsene nicht in die Versuchung kommen, nach der Schule oder in der Pause schnell mal ein paar Euros auf den Kopf zu hauen, müssen Spielhallen in der Nähe von Oberschulen schließen.
Damit junge Erwachsene nicht in die Versuchung kommen, nach der Schule oder in der Pause schnell mal ein paar Euros auf den Kopf zu hauen, müssen Spielhallen in der Nähe von Oberschulen schließen.  © DPA

Berlin - Das Berliner Spielhallengesetz zeigt Wirkung: Die Bezirke haben 2017 bisher rund 70 Spielhallen die Erlaubnis untersagt. Dies hätte auch einen triftigen Grund.

Wie die Senatsverwaltung für Wirtschaft auf Anfrage mitteilte, liegen die Spielhallen zu nah an Oberschulen und wären deshalb nicht erlaubt.

Berlin hatte vor sechs Jahren als erstes Bundesland ein Spielhallengesetz beschlossen, das als strengstes in Deutschland gilt. Allerdings hätten fast alle Spielhallenbetreiber gegen die Schließung Widerspruch eingelegt, berichtet Matthias Borowski, Sprecher der Senatsverwaltung.

"Vom Ausgang dieser Rechtsmittelverfahren ist abhängig, wann einzelne Spielhallen schließen müssen."

Nach dem Gesetz müssen Spielhallen einen Mindestabstand von 200 Metern zu Oberschulen haben. Mit dem Gesetz reagierte die Hauptstadt vor sechs Jahren auf den Trend, dass in vielen leerstehenden Ladenlokalen sozial schwacher Kieze immer mehr Automaten-Casinos eröffneten, darunter in Neukölln, Wedding, Tempelhof, Spandau und Marzahn-Hellersdorf.

Nach dem Gesetz müssen Automaten-Casinos auch mindestens einen halben Kilometer voneinander entfernt liegen. Die Abstände würden vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg gemessen, erläuterte Borowski.

Titelfoto: DPA


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