Mutter muss Sohn (13) füttern, weil dieser so süchtig nach Videospielen ist

Cabanatuan (Philippinen) - Das Video einer Mutter, die ihren Sohn (13) füttert, löst in den sozialen Netzwerken große Diskussionen über die Erziehung von Kindern aus.

Während ihr Sohn zockt, füttert die Mutter den Jungen.
Während ihr Sohn zockt, füttert die Mutter den Jungen.  © Facebook/Philippines Today

Die 37-jährige Lilybeth Marvel hat sich dabei filmen lassen, wie sie mit einem vollgepackten Teller in ein kleines Haus eilt.

Drinnen sieht man dann mehrere Kinder vor großen Computerbildschirmen sitzen.

Zielstrebig läuft Lilybeth auf den Teenager im blauen Kapuzenpullover zu, es ist ihr Sohn Carlito.

Der Junge lässt sich daraufhin von ihr mit Reis und Fleisch füttern, ohne dabei aber den Blick von den flimmernden Bildschirmen zu wenden.

Carlito befindet sich zum Zeitpunkt des Clips laut Yahoo 7 News in einem 48-Stunden-Marathon, bei dem Zocker das Videospiel "Rules of Survival" spielen.

"Mein armes Kind, hier - iss jetzt", hört man die 37-Jährige essen. Außerdem fragt sie ihren Sohn, ob er nicht noch ein paar der Vitamine nehmen möchte, die ihm seine Großmutter mitgegeben hat. Diese befürchtet nämlich, dass der 13-Jährige durch seine Spielsucht unterernährt ist.

Carlito ist schwer spielsüchtig

Der Teenager soll den ganzen Tag nur mit seinen Videospielen beschäftigt sein und sich sogar weigern, weiter zur Schule zu gehen. Nun suchen seine Eltern Hilfe.

"Ich habe ihn oft wegen seiner Online-Spiele angemeckert, aber das hat nicht funktioniert", meint Lilybeth verzweifelt. Deshalb versucht sie, auf einen anderem Weg zu ihm vorzudringen.

"Ich probiere, ihm das Gefühl zu geben, dass - egal, was in seinem Leben passiert - ich seine Mutter bin, die ihn liebt und sich um ihn kümmert."

Ob dieser Weg Carlito endlich die Augen öffnet, wird sich zeigen.

Übrigens: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat "Spielstörung" ganz offiziell als psychisches Problem anerkannt. Die Krankheit kennzeichnet sich laut "Dexerto" als anhaltendes oder wiederkehrendes Spielverhalten.

Titelfoto: Facebook/Philippines Today


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