Spielunterbrechung im Stadtderby Chemie gegen Lok Leipzig

Nachdem es zu dem Zwischenfall beim Derby zwischen Lok Leipzig und BSG Chemie kam, ermittelt nun der NOFV gegen beide Vereine.
Nachdem es zu dem Zwischenfall beim Derby zwischen Lok Leipzig und BSG Chemie kam, ermittelt nun der NOFV gegen beide Vereine.  © Picture Point

Leipzig - Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat das Stadtderby beim Erzrivalen BSG Chemie mit 1:0 (1:0) gewonnen und damit einen perfekten Start in die neue Saison der Fußball-Regionalliga geschafft.

Am Samstag sorgte vor 4.999 Zuschauern im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark Robert Zickert in der 34. Minute für den Spiel entscheidenden Treffer.

Chemie-Keeper Markus Dölz sah in der 87. Minute die Rote Karte, nachdem er außerhalb des Strafraums gegen den freistehenden Matus Lorincak pariert hatte. Obwohl Lok dadurch gestärkt wurde, versuchte ein Lok-Fan aus dem Gästeblock über den Zaun auf das Spielfeld zu gelangen.

Die Polizei, die mit mehr als 500 Beamten im Einsatz war, bezog sofort in einer Kette Stellung und auch die Lok-Spieler versuchten auf ihre Anhänger einzuwirken. Aber der Schiedsrichter beorderte beide Teams zum Schutz in die Kabine. Erst nach einer knapp 15-minütigen Unterbrechung und der Spielfreigabe durch die Polizei wurden die letzten Minuten zu Ende gespielt. Vor dem Gästeblock blieb ein Kette von Sicherheitsbeamten stehen.

Weil Chemie schon dreimal gewechselt hatte, ging Spieler Manuel Wajer für die restlichen Minuten ins Tor. Der Sieg für Lok ging in Ordnung, da die Gäste über die gesamte Partie das sportlich bessere Team waren.

Die Hochsicherheitspartie fand unter großem Polizeieinsatz und verschärften Sicherheitsmaßnahmen statt.

Update 17.44 Uhr: Wie die Polizei mitteilte, verlief der gesamte Spieltag verhältnismäßig ruhig. So konnten durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen gewalttätige Ausschreitungen zwischen beiden Fanlagern verhindert werden. Lediglich drei Straftaten wurden von den Beamten festgestellt: So kam es während der Partie zu einem Flaschenwurf und einem Fall von Körperverletzung. Ein weiterer Fan wurde wegen Besitz' von Pyrotechnik angezeigt. Insgesamt waren 500 Einsatzkräfte vor Ort.


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