Spionage? Paar reist von Australien nach England und wird auf halber Strecke verhaftet

Teheran (Iran) - Es ist eine lange Reise, die Jolie King und Mark Firkin aus Australien angetreten haben. Laut ihrem Instagramaccount wollen sie bis nach Großbritannien fahren. Doch seit sie im Iran sind, gibt es plötzlich keine Fotos mehr.

Im Himalaja (links) und in Pakistan ließen sich die beiden noch fotografieren.
Im Himalaja (links) und in Pakistan ließen sich die beiden noch fotografieren.  © Screenshot/Instagram/thewayoverland

Grund dafür ist verschiedenen Medienberichten zufolge eine Verhaftung.

Die beiden Reiseblogger Jolie King und Mark Firkin sollen demnach eine Drohne aufsteigen lassen haben, die sie auf Reisen sehr oft dabei haben und gern verwenden.

Mit den unglaublichen Drohnenaufnahmen haben die Reisenden schon über 20.000 Follower auf Instagram gewonnen.

In diesem Fall kann es ihnen zum Verhängnis geworden sein: Drohnen sind in dem Land generell verboten.

My-Road weiß, dass Polizisten im Iran dazu aufgerufen sind, Reisende mit Drohnen ohne besondere Genehmigung schnell zu verhaften. Im Land geht man davon aus, dass man als Spion unterwegs ist.

Grund für die Reise durch das gefährliche Land: "Wir möchten jeden dazu inspirieren, die Vorurteile zu überwinden, in Länder zu reisen, die durch die Medien einen schlechten Ruf erhalten haben", schrieben sie laut The Australien auf ihrem Blog.

Nun sind sie in einem Land, dessen Politik sie selbst wohl nicht so ganz ernst nahmen, in einem der schlimmsten Gefängnisse überhaupt gelandet. Brutale Verhöre, Prügel und Folter sind nur Auszüge aus dem, was die beiden dort erwarten dürfte, berichtet Fox News über die "Hölle auf Erden".

Damit "suchen die Wärter nicht nach Informationen", weiß laut dem Bericht Marina Nemat, die mit 16 Jahren in das Gefängnis gesteckt wurde. "Sie müssen zugeben, dass Sie die nationale Sicherheit des Iran beeinträchtigt haben."

"Die Familien hoffen, Mark und Jolie so bald wie möglich sicher nach Hause zu bringen", hieß es in einer Erklärung des australischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und Handel am gestrigen Mittwoch.

Bislang sind die Reiseblogger schon elf Wochen in dem Gefängnis. Eine Freilassung ist derzeit nicht in Aussicht.

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