Fatih Akin verrät, welche Ecken in St. Pauli ihm noch gefallen

Hamburg - Filmregisseur Fatih Akin (45), bekannt durch Filme wie "Aus dem Nichts", würde in den Hamburger Stadtteil St. Pauli ziehen, wenn er Single wäre. Das und noch mehr verriet er in einem öffentlichen Statement.

Regisseur Fatih Akin bei der Verleihung des 68. Deutschen Filmpreises "Lola". Fatih Akin wird den Stephen-King-Roman "Feuerkind" verfilmen.
Regisseur Fatih Akin bei der Verleihung des 68. Deutschen Filmpreises "Lola". Fatih Akin wird den Stephen-King-Roman "Feuerkind" verfilmen.  © DPA

Aktuell macht der Regisseur ordentlich Promo für seinen bereits für die Berlinale nominierten Film "Der goldene Handschuh" (TAG24 berichtete).

Da passt es natürlich, dass er jetzt mit einem dramatischen Statement zu seiner Heimatstadt Hamburg und dem Drehort des neuen Streifens auf St.Pauli macht.

"Es gibt drei, vier, vielleicht fünf Straßen, die mir auf St. Pauli noch gefallen. Weil sie die letzte Bastion einer Subkultur sind", schreibt Akin in den neuen, monatlich erscheinenden Hamburg-Seiten der "Zeit".

Die wichtigste Adresse sei der Hamburger Berg, erklärt Akin. Er meint: "eigentlich ist das die beste Straße in der ganzen Stadt. Wegen der Kneipen, die es hier gibt – es sind sehr gute Kneipen", schreibt der Regisseur.

Hier komme auf engen Raum ein sehr gemischtes Publikum zusammen. "Das ist für mich der beste Teil von St. Pauli."

Jonas Dassler spielt die Rolle des Frauenmörders Fritz Honka in dem Horror-Thriller "Der goldene Handschuh" von Fatih Akin.
Jonas Dassler spielt die Rolle des Frauenmörders Fritz Honka in dem Horror-Thriller "Der goldene Handschuh" von Fatih Akin.  © DPA

Wer jetzt denkt, das Statement sei allein Akins Liebe zu "seiner" Heimat Hamburg geschuldet, der irrt.

Die Verfilmung des Romans "Der Goldene Handschuh" von Bestsellerautor und Entertainer Heinz Strunk feiert am 9. Februar Premiere auf der Berlinale und kommt am 21. Februar in die Kinos. Bei dem Film führte Akin Regie.

Der Roman, der unter anderem in der beinahe gleichnamigen Kneipe "Zum goldenen Handschuh" auf St. Pauli spielt, erzählt in Form eines Horror-Thrillers die Geschichte des Prostituiertenmörders Fritz Honka.

Bei dem Film habe er alle folkloristischen Elemente weggelassen, berichtet die dpa. "Das zentrale Stück Hamburg, das ich in meinem Film zeigen will, sind die Menschen", sagte der Regisseur. Elemente wie Horror, Gewalt und Alkoholismus interessierten ihn mehr "als so eine Heidi-Kabel-Nummer".

Der Ausnahme-Regisseur hatte im Jahr 2004 schon den Goldenen Bären für seinen Film "Gegen die Wand" abgesahnt.

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