Diese CDU-Politikerin will Rot-Weiß Erfurt den Geldhahn abdrehen

Marion Walsmann (CDU) will keine Steuergelder an den RWE verschwenden.
Marion Walsmann (CDU) will keine Steuergelder an den RWE verschwenden.  © Matthias Gränzdörfer (Archiv), dpa

Erfurt - Marion Walsmann, CDU-Kandidatin für das Amt des Oberbürgermeisters von Erfurt, lehnt weitere Steuergelder der Stadt für den hoch verschuldeten Fußball-Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt ab.

"Rot-Weiß ist wichtig für unsere Stadt, doch die Schulen, die Straßen und die vielen anderen Vereine und der Breitensport sind es eben auch", sagte Walsmann am Freitag.

Der Verein hatte am Donnerstag die Stadt erneut um Geld gebeten. Dabei soll es um 600 000 Euro gehen. Bis 23. Januar 2018 muss die Vereinsführung circa 1,5 Millionen Euro an neuen Geldern beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) nachweisen.

Ziel der Vereinsführung um den Präsidenten Fran Nowag müsse laut Walsmann sein, RWE schuldenfrei zu machen und zukunftsfähig aufzustellen. Alle denkbaren Alternativen müssten tabulos geprüft werden. "Ich bin überzeugt, dass auch ein geordnetes Insolvenzverfahren helfen kann und zu den Optionen gehören muss. Jetzt zu versuchen, irgendwie alles weiterlaufen zu lassen wie bisher, reicht einfach nicht aus", sagte Walsmann.

Erfurt ist abgeschlagen Tabellenletzter. Bei einem Verstoß gegen die Lizenzierungsrichtlinien des DFB gibt es Punktabzüge und der sportliche Klassenverbleib immer unwahrscheinlicher.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0