Spätes Tor: St. Pauli schlägt Paderborn in der Nachspielzeit

Hamburg - In einem sehenswerten Zweitligaspiel besiegte der FC St. Pauli am Mittwochabend den SC Paderborn mit 2:1 (1:1).

Paderborns Babacar Guèye und Paulis Daniel Buballa im Zweikampf.
Paderborns Babacar Guèye und Paulis Daniel Buballa im Zweikampf.  © DPA

Für die Paderstädter traf Ben Zolinski in der 32. Minute. Den Ausgleich für St. Pauli besorgte Dimitrios Diamantakos fünf Minuten später (37.). In der Nachspielzeit gelang Richard Neudecker das Siegtor für die Gastgeber (90.+2). Kurz zuvor sah Paderborns Babacar Guèye die Gelb-Rote Karte (86.)

Wie bereits vor der Partie angekündigt, wollte Pauli-Trainer Markus Kauczinski trotz Englischer Woche keine große Spielerrotation vornehmen. Dementsprechend gab es auf Seiten der Kiezkicker nur einen Wechsel im Vergleich zum Sieg in Ingolstadt. Für Sturmtank Henk Veerman startete Dimitrios Diamantakos.

Aufsteiger Paderborn wechselte gegenüber dem 4:4 gegen Magdeburg auf zwei Positionen. Für Christopher Antwi-Adjej und Uwe Hünemeier schickte Coach Steffen Baumgart Sebastian Schonlau und Tobias Schwede auf den Platz.

Die Paderstädter blieben ihrer offensiven Linie treu und setzten die Kiezkicker schon früh in ihrer eigenen Hälfte unter Druck. Und das mit Erfolg: In der 10. Minute landete ein weiter Ball rechts im Hamburger Strafraum bei Bernard Tekpetey. Den Schuss des Flügelspielers konnte Pauli-Keeper Robin Himmelmann nur nach vorne abwehren. Doch SCP-Stürmer Babacar Guèye ließ die Chance ungenutzt und vergab freistehend vor dem Tor.

St. Pauli brauchte etwas, um ins Spiel zu kommen und hatte in der 21. Minute die erste aussichtsreiche Chance. Nach einer Ecke landete der Ball bei Marvin Knoll, der nicht lange zögerte und es aus dem Rückraum per Distanzschuss versuchte.

Paderborns Torwart Leopold Zingele rettete mit einer sehenswerten Flugeinlage.

Pauli-Keeper Robin Himmelmann rettet vor Paderborns Babacar Guèye.
Pauli-Keeper Robin Himmelmann rettet vor Paderborns Babacar Guèye.  © DPA

Die Kiezkicker wurden nun stärker in der Offensive. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch.

Fünf Minuten nach Knolls-Hammerschuss setzte sich Paulis Diamantakos auf der linken Seite im Sprintduell gegen SCP-Verteidiger Mohamed Dräger durch. Doch der zentral positionierte Christopher Buchtmann schoss das Leder nach dem Zuspiel des Griechen knapp am Pfosten vorbei.

Kurze Zeit später waren es die Paderborner, die jubelten. In der 32. Minuten konterten die Gäste über Ben Zolinski der den Ball von der linken Strafraumkante im langen Eck versenkte.

Die Kiezkicker antworteten fast postwendend. Mit einem feinen Steckpass setzte Kapitän Johannes Flum Diamantakos in Szene, der Zingerle tunnelte und zum verdienten Ausgleich traf (37.).

Nach dem Seitenwechsel dauerte es etwas, bis die Paderstädter ihren Rhythmus aus der ersten Halbzeit wiedergefunden hatten.

In der 62. Minute legte Paderborns Philipp Klement raus auf Tobias Schwede. Der 24-Jährige versuchte es aus spitzem Winkel, doch Himmelmann war auf dem Posten.

Sieben Minuten später fand Schwede erneut seinen Meister im Pauli-Keeper. Nach Hereingabe des eingewechselten Antwi-Adjei probierte es der Flügelspieler per Aufsetzer. Himmelmann lenkte die Kugel über die Latte.

Stürmer Babacar Guèye sah in der 86. Minute nach einem Foul an Daniel Buballa die Gelb-Rote Karte. Der SCP war somit in den Schlussminuten nur noch zu zehnt.

Von St. Pauli war in Halbzeit zwei kaum etwas zu sehen - bis zur Nachspielzeit: Joker Henk Verman startete nach einem langen Ball durch und legte im Strafraum rüber auf den eingewechselten Richard Neudecker, der das späte Siegtor markierte (90.+2).

Kurz danach pfiff Schiedsrichter Sven Waschitzki die Partie ab.


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