Staatsanwalt jagt Berliner AfD-Politiker

Mitglieder der Identitären Bewegung am vergangenen Freitag vor dem Bundesjustizministerium.
Mitglieder der Identitären Bewegung am vergangenen Freitag vor dem Bundesjustizministerium.  © DPA

Berlin – Gegen den Schatzmeister der Berliner AfD-Parteijugend (Junge Alternative) wurde von der Staatsanwaltschaft Berlin ein Haftbefehl erlassen. Ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft sagte am Mittwoch auf Anfrage: "Es liegt ein dringender Tatverdacht vor und ein Fluchtgrund."

Wie Zeit Online berichtet, wurde ihm eine missglückte Protestaktion der Identitären Bewegung zum Verhängnis.

Jannik Brämer ist neben der AfD auch in der Identitäten Bewegung aktiv. Am vergangenen Freitag versuchten etwa 50 Anhänger der Gruppe das Dach des Bundesjustizministerium zu besetzen. Dafür fuhren sie mit einem gemieteten Transporter vor, auf dessen Ladefläche sich mehrere Aktivisten versteckt hatten.

Am Steuer gesessen haben soll Brämer. Die Polizei verhinderte die Aktion, woraufhin es zu tumultartigen Szenen kam, die Identitären zündeten unter anderem Seenotfackeln und riefen Parolen.

Brämer soll dann mit dem gemieteten Transporter davon gefahren sein, wobei er angeblich beinah einen Zivilpolizisten angefahren hat. Dieser konnte sich laut Zeit Online mit einem Sprung zur Seite retten, verletzte sich aber dabei.

Das Auto wurde später aus der Vermietung von der Polizei abgeholt und auf Spuren untersucht.

Nachdem der Haftbefehl und die Ermittlungen gegen ihn bekannt wurden, erklärte Brämer, mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern zurückzutreten, "um weiteren Schaden von der Jungen Alternative, aufgrund des gegen mich laufenden Ermittlungsverfahrens, abzuwenden."

Titelfoto: DPA


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