Staatsanwalt jagt Aufsichtsrat vom VFC Plauen

Der Chef der Securityfirma COPS, Heiko Unger (45), soll 107.000 Euro bei der Stadtgalerie unterschlagen haben.
Der Chef der Securityfirma COPS, Heiko Unger (45), soll 107.000 Euro bei der Stadtgalerie unterschlagen haben.

Von Bernd Rippert

Plauen - Neuer Schlag für Fußball-Regionalligist VFC Plauen. Der Staatsanwalt jagt VFC-Sicherheitschef und Aufsichtsrat Heiko Unger (45). Der Vorwurf: Der Chef der Securityfirma COPS soll Geld bei der Stadtgalerie unterschlagen haben: 107.000 Euro.

Nun muss Unger vor Gericht. Michael Rüsing (54), Sprecher des Amtsgerichts Plauen, bestätigte die Vorwürfe.

„Der Verdächtige hatte für seine Firma einen Vertrag mit dem Betreiber des Parkhauses der Stadtgalerie. Er sollte regelmäßig die Einnahmen aus den Parkautomaten abholen.“

Dann habe der „Geld-Entsorger“, so die offizielle Bezeichnung, das Park-Geld in die eigene Tasche gelenkt. Richter Rüsing: „Ihm wird zwischen November 2012 und Januar 2013 Unterschlagung in fünf Fällen vorgeworfen.“

Ein erster Prozesstermin platzte wegen eines kranken Verteidigers. Der neue Termin ist noch offen.

Heiko Unger ist bekannt. Neben seiner Sicherheitsfirma COPS (270 Mitarbeiter) in Plauen und Hof ist er Sicherheitschef des VFC, war bis 2013 Geschäftsführer und sitzt jetzt im Aufsichtsrat.

Die neue VFC-Vorsitzende Dagmar Baumgärtel (61) erfuhr erst durch MOPO24 von den Vorwürfen gegen Heiko Unger.

Sie ist geschockt: „Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, könnte er nicht Sicherheitschef und Aufsichtsrat bleiben. Ich werde das Thema Montag im Vorstand ansprechen. Die Vorwürfe sind erschreckend.“

Auf Nachfrage der MOPO24 wiegelte Heiko Unger ab: „Ich habe mit der Parkhausgesellschaft eine Einigung erzielt. Es wird kein Gerichtsverfahren mehr geben.“

Foto: Igor Pastierovic