Staatskanzlei: Wir haben niemals Leute für Demo-Teilnahme bezahlt

PEGIDA-Anhänger und Gegendemonstranten in Dresden.
PEGIDA-Anhänger und Gegendemonstranten in Dresden.

Dresden - Die Verschwörungstheorien um bezahlte Gegendemonstranten bei den PEGIDA-Demos in Dresden kursieren seit Beginn der Anti-Islam-Bewegung. Eine Regierungssprecherin sagte nun einmal mehr, dass lediglich Promoter bei den Demos eingesetzt wurden.

Die Vorwürfe der PEGIDA-Anhänger gegen die Stadt und Freistaat:

Seit Monaten hält sich vor allem das Gerücht unter den Islamkritikern, die Stadt zahle für Gegendemonstranten. Im Internet ist oft die Rede von "faulen Studenten", die für 15 Euro gegen PEGIDA auf die Straße gehen würden.

Jetzt hat sich die stellvertretende Regierungssprecherin zu den Vorwürfen geäußert.

Regierungssprecherin Lea Mock: "Kurzum: Dieses Gerücht, das sich offensichtlich hartnäckig hält, stimmt einfach nicht!".
Regierungssprecherin Lea Mock: "Kurzum: Dieses Gerücht, das sich offensichtlich hartnäckig hält, stimmt einfach nicht!".

Am 10. Januar gingen in Dresden 35.000 Menschen auf die Straße.

Auch die sächsischen Staatsregierung und die Stadt hatte dazu augerufen, unter dem Motto "Für Dresden, für Sachsen – für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander" gegen PEGIDA zu demonstrieren.

Wurden hier Teilnehmer für ihr Erscheinen bezahlt?

"Kompletter Unfug", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Lea Mock gegenüber dem MDR. "Für diese Veranstaltung, die große Veranstaltung am 10. Januar, zu der die Staatsregierung und auch die Stadt Dresden gemeinsam aufgerufen hatten, sind zu keiner Zeit Teilnehmer oder Demonstranten bezahlt worden."

Am 8.Dezember verteilten von der Staatskanzlei bezahlte Promoter Luftballons an Demo-Teilnehmer in Dresden.
Am 8.Dezember verteilten von der Staatskanzlei bezahlte Promoter Luftballons an Demo-Teilnehmer in Dresden.

Dass Gelder für Teilnehmer geflossen sind, räumte die Regierungssprecherin dennoch ein. Es geht um die Anti-Pegida-Veranstaltung am 8. Dezember in Dresden.

Hier vermuten die PEGIDA-Befürworter, die Staatskanzlei soll über eine Dresdner Agentur Teilnehmer hinzugekauft haben.

Lea Mock: "Am 8. Dezember - da gab es ja auch schon einmal eine Veranstaltung 'Dresden für alle' - da sind 15 Promoter engagiert worden, die lediglich Luftballons verteilt haben."

Promoter, die zeitlich befristet für Werbezwecke angeheuert werden.

Im Fall Dresden seien die Promoter für das Verteilen von Luftballons bezahlt worden, nicht etwa für die Teilnahme an der Gegendemonstration, so Mock. "Auch hier ist nichts mit bezahlten Teilnehmern oder Demonstranten passiert."

Fotos: imago, medienservice.sachsen, dpa, Holm Helis


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