Stadt bläst zum Abriss: Denkmalgeschützte City-Höfe werden platt gemacht

Hamburg - Der Streit um den unter Denkmalschutz stehenden, aber stark sanierungsbedürftigen Hochhauskomplex "City Hof" (TAG24 berichtete) in der Hamburger Innenstadt scheint beendet.

Eine Außenaufnahme in der Innenstadt zeigt den Gebäudekomplex City-Hof. Die unter Denkmalschutz stehenden City-Hochhäuser in der Nähe des Hamburger Weltkulturerbes Kontorhausviertel und Speicherstadt werden abgerissen.
Eine Außenaufnahme in der Innenstadt zeigt den Gebäudekomplex City-Hof. Die unter Denkmalschutz stehenden City-Hochhäuser in der Nähe des Hamburger Weltkulturerbes Kontorhausviertel und Speicherstadt werden abgerissen.  © DPA

Nachdem der geplante Abriss der sogenannten City-Hochhäuser in Hamburg für Wirbel gesorgt hatte, ist die Entscheidung offenbar gefallen: Die unter Denkmalschutz stehenden Nachkriegsbauten in der Nähe des Hamburger Weltkulturerbes Kontorhausviertel und Speicherstadt werden abgerissen.

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hat den Abbruch der Gebäude aus den 1950er Jahren genehmigt, wie die Behörde am Mittwoch in Hamburg mitteilte.

Zuvor hatte ICOMOS International, das Beratungsgremium der Unesco, seinen abschließenden Bericht übermittelt. Demnach bedauert der ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalpflege) zwar einen möglichen Abriss des Ensembles im Sinne des Denkmalschutzes, stellt jedoch nach Angaben der Behörde keine Gefährdung des Welterbestatus fest.

Die Hochhäuser aus den 1950er Jahren sollen durch einen Neubau mit rötlicher Backstein-Fassade ersetzt werden. Dagegen gibt es bereist seit längerem Proteste, unter anderem von dem 2015 gegründeten Verein City-Hof e.V..

Die Kritiker befürchten, der Neubau könnte Sichtachsen versperren und somit den "universellen Wert" des Weltkulturerbes Kontorhausviertel und Speicherstadt beeinträchtigen.

Titelfoto: DPA

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