2500 neue Asylheim-Plätze für Dresden

Bis Jahresende rechnet Dresden mit 10.000 Flüchtlingen, die untergebracht werden müssen.
Bis Jahresende rechnet Dresden mit 10.000 Flüchtlingen, die untergebracht werden müssen.

Dresden - Wegen des anhaltenden Flüchtlingszustroms bereitet die Stadt in den kommenden Wochen 2500 neue Plätze für Asylsuchende vor.

Dafür werden in Seidnitz, Plauen und Übigau neue Wohncontainer aufgestellt, in die mehr als 1300 Menschen einziehen sollen.

Darüber hinaus werden bestehende Objekte, unter anderem auf der Katharinenstraße und der Boxberger Straße, ausgebaut, um weitere 1200 Plätze zu schaffen.

Wie die Stadt informierte, werden an folgenden Standorten neue Unterkünfte gebaut:

Altenberger Straße: Hier sollen 510 Plätze entstehen. Sobald Beschluss und Baugenehmigung vorliegen, könnten fünf dreigeschossige Wohngebäude im März 2016 aufgestellt und ab Juni 2016 bezogen werden. Das Gelände erhält Wege, eine Begrünung und Plätze. Kosten: etwa 12 Millionen Euro.

Washingtonstraße: Hier sind 20 Gebäude für je 28 Personen mit jeweils zwei Etagen für insgesamt 560 Menschen geplant. Auf den mehr als 18.000 Quadratmetern entstehen zwei Spielplätze und zwei Quartiersplätze. Mit der Aufstellung der Gebäude soll im April 2016 begonnen werden. Die ersten Menschen könnten im Juli 2016 einziehen. Kosten: etwa 18,5 Millionen Euro.

Zellescher Weg: Hier sollen 288 Plätze geschaffen werden. Auf dem Gelände sind zwei dreigeschossige Gebäude für jeweils 144 Personen geplant. Außerdem wird es ein kleineres Verwaltungsgebäude, Begrünung und Platzflächen geben. Die mobilen Raumeinheiten sollen ab März 2016 aufgebaut und ab April 2016 nutzbar sein. Kosten: etwa 6,2 Millionen Euro.

In allen Standorten werden auch eigene Räume für Sozialarbeiter und den Sicherheitsdienst geschaffen.

Weiterhin will die Stadt 1000 Plätze in Hotels anmieten und hat derzeit 200 Wohnungsangebote von Privatpersonen.

Derzeit leben 7000 Aslysuchende in Dresden, bis Ende des Jahres wird mit 10.000 gerechnet. Auch im kommenden Jahr soll der Flüchtlingszustrom anhalten.

„Wir müssen und wir werden Menschen helfen, die unsere Hilfe brauchen, auch wenn es uns viel abverlangt, als Bürger, als Nachbar, Mitarbeiter, Dolmetscher, Arzt, Verwaltungsmitarbeiter oder Helfer in einer Unterkunft“, so Oberbürgermeister Dirk Hilbert (44, FDP).

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (44, FDP).
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (44, FDP).

Fotos: Steffen Füssel, imago


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