Stadt will Hotels für 1500 Flüchtlinge anmieten

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (44, FDP).
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (44, FDP).

Dresden - Am Donnerstag entscheidet der Dresdner Stadtrat über ein riesiges Maßnahmenpaket, wie und wo neue Asylbewerber in Dresden untergerbracht werden sollen. Nach "DNN"-Informationen geht es um 4086 Plätze.

Bei der Schaffung von neuen Flüchtlingsunterkünften will Oberbürgermeister Dirk Hilbert (44, FDP) auch weiterhin auf Zelte oder Turnhallen verzichten - wenn möglich. Bei 400 neuen Flüchtlingen jede Woche, welche die Landesdirektion Dresden zuweist, herrscht akute Platznot.

Deshalb will die Stadt kurzfristig drei Hotels anmieten, in denen 1500 Plätze entstehen sollen.

Wie "Dresdner Neueste Nachrichten" (DNN) berichtet, soll es sich dabei um folgende Hotels handeln:

Die Anmietung der drei Hotels wird die Stadt nach DNN-Informationen rund 47 Millionen Euro für drei Jahre kosten. Hilbert dürfte damit für heftige Debatten im Stadtrat sorgen.

Dresden plant drei neue Containerstandorte für knapp 39 Mio. Euro.
Dresden plant drei neue Containerstandorte für knapp 39 Mio. Euro.

In einem zweiten Maßnahmenpacket will die Stadtverwaltung 1228 zusätzliche Plätze für Asylbewerber schaffen. Leerstehende Schulgebäude oder andere städtische Immobilien, die ungenutzt sind, sollen für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden.

Nach DNN-Informationen seien dafür der Schulstandort Boxberger Straße in Prohlis (288 Asylbewerber) und das Schulgebäude an der Ginsterstraße in Gorbitz (618 Asylbewerber) geplant.

Das "Maßnahmepaket 2" kostet rund 8,4 Millionen Euro.

Für drei weitere Containerdörfer mit insgesamt 1358 Plätzen seien Kosten von 38,7 Million Euro geplant:

  • Altenberger Straße 83 in Striesen, 510 Plätze
  • Washingtonstraße in Übigau, 560 Plätze
  • Zelleschen Weg, 288 Plätze

Mehrere Ortsbeiräte kritisierten die Pläne bereits. Der Stadtrat wird am Donnerstag entscheiden.

Fotos: Holm Helis (1), Thomas Türpe (1)


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