Nach tödlichem Unfall: So will Dresden die Radwege sicher machen

Dresden - Der tragische Tod einer Radfahrerin (45, TAG24 berichtete) auf dem Radweg der St. Petersburger Straße hat die Stadt aufgewühlt. Politik und ADFC haben Stellung bezogen. Jetzt hat das Rathaus den Unfall umfassend ausgewertet und kündigt Konsequenzen an.

Die Stadt prüft, ob der Radweg entlang der St. Petersburger Straße sicherer werden muss.
Die Stadt prüft, ob der Radweg entlang der St. Petersburger Straße sicherer werden muss.  © Steffen Füssel

"Wir sind tief betroffen über den tragischen Unfall, bei dem eine Radfahrerin gegen eine plötzlich geöffnete Autotür prallte und tödlich verunglückte", sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41, Grüne).

Letzte Woche haben Baubürgermeister und Verkehrsplaner den Unfall ausgewertet. Zwei konkrete Maßnahmen wurden beschlossen.

Stadtweit sucht die Verwaltung nun nach "vergleichbaren Gefahrensituationen", also nach Stellen, an denen ein Fahrradschutzstreifen zu eng neben Längsparkern entlangführt. "Wir prüfen anschließend, ob und wie wir jede dieser Situationen verbessern können", so Schmidt-Lamontain weiter.

Zweitens wird der Radweg entlang der St. Petersburger sofort untersucht. Der ADFC schlägt vor, den Radverkehr vom Autoverkehr abzutrennen und im Bereich der jetzt als Parkplatz genutzten Fläche am Rand zu führen.

Die Fläche des bisherigen Radwegs könnte zum Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Radspur umgewandelt werden. 100 Parkplätze müssten wegfallen.

Eine entsprechende Petition wurde von 2500 Bürgern unterschrieben. Die Grünen unterstützen die Pläne. Die CDU warnt vor Aktionismus.

Der Baubürgermeister: "Wir prüfen welche Varianten es gibt. Wir müssen dabei betrachten, wie sich mögliche Änderungen in der Aufteilung des Straßenquerschnitts auf die Verkehrsführung auswirken."

Auch entlang der Winterbergstraße müssen Radler eng an seitlich parkenden Autos vorbei fahren.
Auch entlang der Winterbergstraße müssen Radler eng an seitlich parkenden Autos vorbei fahren.  © Norbert Neumann
Ein Geisterrad erinnert an die tote Radfahrerin.
Ein Geisterrad erinnert an die tote Radfahrerin.  © Steffen Füssel
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41, Grüne) lässt jetzt alle Radwege der Stadt überprüfen.
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41, Grüne) lässt jetzt alle Radwege der Stadt überprüfen.  © Holm Helis

Titelfoto: Steffen Füssel


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