Dresden entschärft Todeseck auf Bautzner Straße

Zum Zeichen der Trauer stellten Unbekannte ein Fahrrad und Kerzen am Unfallort auf.
Zum Zeichen der Trauer stellten Unbekannte ein Fahrrad und Kerzen am Unfallort auf.

Von Dirk Hein

Dresden - Im Februar 2016 kollidierte eine Radfahrerin auf der Bautzner Straße mit einem Betonmischer. Die junge Frau starb kurz darauf. Eine Diskussion entbrannte, wie die „Todesecke“ für Radler entschärft werden kann. Jetzt reagiert die Stadt.

An der Unfallkreuzung verengt sich stadteinwärts mitten auf der Kreuzung die Fahrbahn von 5,50 Meter auf drei Meter. Ein Auto kann beim Überholen eines Fahrradfahrers so kaum den nötigen Abstand halten.

„Nach dem tragischen Fahrradunfall haben wir geprüft, wie wir kurzfristig mehr Sicherheit für Radfahrer schaffen können“, so Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (39, Grüne). Jetzt steht der entsprechende Plan.

An der Ecke Rothenburger Straße/Bautzner Straße wird der Bordstein um circa zwei Meter zwischen der Rothenburger Straße und der sogenannten Kleinen Bautzner Straße zurück gesetzt. Ein Abspannmast für die Fahrdrahtanlage der Straßenbahn wird ebenfalls versetzt.

Radfahrer können stadteinwärts dann direkt in die nördliche Parallelfahrbahn einbiegen, ohne die Spur der Kraftfahrzeuge zu benutzen. Die Änderung der Radwegeführung erfolgt im Vorfeld einer geplante Gesamtbaumaßnahme.

„Der vorgezogene Maßnahmeplan ist mit jeder später beschlossenen Variante kompatibel“, so Schmidt-Lamontain weiter. Gebaut werden soll schnell wie möglich, auf jeden Fall vor 2017. Aktuell werden mit Hochdruck die Planungen vervollständigt.

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (39, Grüne) will für mehr Sicherheit an der Todesecke sorgen.
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (39, Grüne) will für mehr Sicherheit an der Todesecke sorgen.

Fotos: imago, Steffen Füssel


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