So teuer werden die geplanten Drogenmobile am Neumarkt

Köln – Am Donnerstag hat die Stadt Köln neue Details zu den geplanten Drogenmobilen am Neumarkt veröffentlicht. Eine Umsetzung der Pläne noch in diesem Jahr scheint möglich.

Die Stadt Köln möchte noch in diesem Jahr ein mobiles Drogenhilfeangebot umsetzen (symbolbild).
Die Stadt Köln möchte noch in diesem Jahr ein mobiles Drogenhilfeangebot umsetzen (symbolbild).  © DPA

Das mobile Angebot dient der zeitlichen Überbrückung, bis endlich ein fester Drogenkonsumraum gefunden ist und soll einerseits den Neumarkt entlasten und andererseits eine Anlaufs- und Hilfsstelle für Drogenabhängige sein.

Es ist das erste mobile Drogenhilfeangebot mit Konsumraum in NRW. Zurzeit gibt es ein solches Projekt nur in Berlin.

Die Stadt möchte zwei Fahrzeuge anschaffen, eines mit einem Beratungsraum, das andere mit einem Konsumraum. Insgesamt stünden dann drei bis vier Plätze für den gleichzeitigen Drogenkonsum zur Verfügung. Die Verwaltung sieht allerdings einen Bedarf von zehn Plätzen.

Das Drogenhilfeangebot soll täglich für zwölf Stunden an einem festen Standort in der Nähe des Neumarkts geöffnet sein.

Die Stadt rechnet mit einmaligen Anschaffungskosten von knapp 200.000 Euro. Sollten die Mobile noch im vierten Quartal 2019 an den Start gehen, kommen noch Betriebskosten in gleicher Höhe hinzu. Für 2020 kalkuliert die Verwaltung mit knapp 800.000 Euro, wobei ein Großteil davon auf Personalkosten entfiele.

Ein Suchthilfeträger soll mit dem Betrieb des mobilen Drogenhilfeangebots beauftragt werden. Der genaue Standort muss dann noch festgelegt werden.

Städtische Gremien sollen zeitnah entscheiden

Mit der nun vorliegenden Beschlussvorlage wird sich in der kommenden Woche zunächst der Gesundheitsausschuss befassen, Anfang April könnte der Rat die Vorlage dann beschließen.

Fällt keine Entscheidung, würde sich der Start des Projektes trotz dessen Dringlichkeit um mehrere Monate verzögern.

Die zwei Drogenmobile sollen in der Nähe des Neumarkts aufgestellt werden.
Die zwei Drogenmobile sollen in der Nähe des Neumarkts aufgestellt werden.  © privat

Titelfoto: privat

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