Bundeswehr-Soldat wurde in Türkei wegen Selfie-Video aufgehalten

Istanbul/Berlin/Stadtallendorf - Ein in der Türkei aufgehaltener Bundeswehrsoldat aus Hessen ist nach dpa-Informationen wieder in Deutschland. Demnach ist er am frühen Freitagmorgen angekommen.

Der 21-Jährige wollte ein Selfie-Video, das er in Istanbul gedreht hatte, nicht löschen. (Bildmontage)
Der 21-Jährige wollte ein Selfie-Video, das er in Istanbul gedreht hatte, nicht löschen. (Bildmontage)  © Montage: 123rf/Şafak Cakır, 123rf/delcreations

Der Hessische Rundfunk berichtete, der Mann sei mit der Justiz in Konflikt geraten, weil er in Istanbul ein Selfie-Video aufgenommen hatte.

Er habe es auf der großen Istiklal-Einkaufsstraße gedreht. Polizisten in Zivil hätten ihn aufgefordert, das Video zu löschen.

Der Mann, der als Tourist unterwegs war, habe sich geweigert und sei deshalb zur nächsten Polizeistation mitgenommen worden.

Wieso das Video den Polizisten missfiel, blieb zunächst unklar. In der Einkaufsstraße sind in regelmäßigen Abständen schwere Polizei- und mitunter Militärfahrzeuge geparkt. Sie zu filmen, ist verboten.

Für den Mann war nach dpa-Informationen eine wöchentliche Meldepflicht, aber keine formelle Ausreisesperre angeordnet worden. Er war also auf freiem Fuß (TAG24 berichtete).

Das Auswärtige Amt hatte am Donnerstag erklärt, dass das Generalkonsulat mit dem Betroffenen in Kontakt sei.

Zuerst hatte die "Oberhessische Presse" über den Fall berichtet. Demnach handelt es sich um einen 21 Jahre alten Soldaten von der Division Schnelle Kräfte am Bundeswehrstandort Stadtallendorf, der privat nach Istanbul gereist war. Der Mann habe keine türkischen Wurzeln.

In der Istiklal-Einkaufsstraße sind in regelmäßigen Abständen schwere Polizei- und mitunter Militärfahrzeuge geparkt. Sie zu filmen, ist verboten.
In der Istiklal-Einkaufsstraße sind in regelmäßigen Abständen schwere Polizei- und mitunter Militärfahrzeuge geparkt. Sie zu filmen, ist verboten.  © DPA

Titelfoto: Montage: 123rf/Şafak Cakır, 123rf/delcreations

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