Grapscher und Schlägereien. Die Polizeibilanz vom Stadtfest

Beim Stadtfest wurde drei Tage lang weitgehend friedlich gefeiert.
Beim Stadtfest wurde drei Tage lang weitgehend friedlich gefeiert.  © Norbert Neumann

Dresden - Beim Stadtfest in Dresden blieb es insgesamt friedlich. Die Polizei meldete nur wenige Vorfälle, darunter einige Schlägereien und zwei sexuelle Übergriffe. 

"Das Sicherheitsniveau hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht geändert. Das Stadtfest ist weiterhin ein sicheres Fest. Die diesjährigen Einsatzanlässe sind von ihrer Zahl und ihrer Art typisch für Volksfeste dieser Größenordnung“, erklärte Polizeioberrat Stefan Dörner. 

Pro Tag waren etwa 80 bis 120 Polizisten im Einsatz.

In der Nacht zum Sonnabend wurden zwei Fälle von sexueller Belästigung bekannt. Eine 20-Jährige zeigte an, dass ihr im Bereich Albertbrücke ein Mann in den Schritt gefasst hatte. 

"Einsatzkräfte konnten aufgrund der Personenbeschreibung einen afghanischen Staatsbürger als Tatverdächtigen feststellen", erklärte Polizeisprecher Thomas Geithner.

Gut gefüllt: Blick auf den Schloßplatz und die Augustusbrücke.
Gut gefüllt: Blick auf den Schloßplatz und die Augustusbrücke.  © Norbert Neumann

In der selben Nacht zeigte eine weitere Frau (21) einen ähnlichen Fall am Königsufer an. Dort war ihr auf der Partyfläche in den Schritt gefasst worden. Der Täter konnte unerkannt entkommen.

Am Samstagfrüh, gegen 2.30 Uhr, prügelten sich auf dem Schloßplatz zwei Deutsche (32, 35) und ein Iraker (22). Der Iraker und der 32-jährige Deutsche wurden verletzt.

In der Nacht zum Sonntag gab es unter der Augustusbrücke auf der Neustädter Seite eine Massenschlägerei. Daran waren zunächst 30 Nordafrikaner beteiligt. Später mischten sich auch noch deutsche Festbesucher ein.

Sechs Nordafrikaner wurden verletzt, drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen.

Einen etwas außergewöhnlichen Einsatz gab es am Samstag, gegen 19.15 Uhr. Stadtfestbesucher hatten bei der Polizei gemeldet, dass ein Mann mit einem Gewehr über der Schulter unterwegs sei.

Als die Polizei ihn fand, stellte sich heraus, dass es sich bei der Waffe um einen Regenschirm in Gewehroptik handelte. "Die Beamten nahmen den Regenschirm für die Dauer des Stadfestes in Verwahrung", so Geithner.


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