Verantwortlich für Millionen-Verlust? Leipziger Amtsleiter muss in den Keller

Der Amtsleiter für Gebäudemanagement, Bernd Bärthel, wurde zum "Amtsleiter mit Sonderauftrag" degradiert. Im Stadthaus musste er sein Büro räumen, sitzt jetzt im Keller.
Der Amtsleiter für Gebäudemanagement, Bernd Bärthel, wurde zum "Amtsleiter mit Sonderauftrag" degradiert. Im Stadthaus musste er sein Büro räumen, sitzt jetzt im Keller.  © DPA

Leipzig - Dickes Ding! Der ehemalige Kaufmännische Amtsleiter im Amt für Gebäudemanagement, Bernd Bärthel, wurde in den Keller des Stadthauses strafversetzt. Verprasste er sinnlos Millionen?

Bernd Bärthel wurde nun zum wiederholten Male umgesetzt. Der Ex-Leiter des Schulverwaltungsamtes wurde bereits ins Amt für Gebäudemanagement versetzt, da er angeblich die Geburtenentwicklung bei der Schulplanung verschlief. Dort ist er nun auch nicht mehr.

Wie in Rathauskreisen gemunkelt wird, soll Bärthel in einem Bürogebäude in der Otto-Schill-Straße im Leipziger Zentrum mehr Flächen angemietet haben, als der Stadtrat abgenickt hatte. Die Mehrkosten sollen über vier Millionen Euro betragen!

Nun hat der Stadtbeamte einen Sonderauftrag bekommen - im wahrsten Sinne des Wortes! Er musste in den Keller des Stadthauses am Burgplatz umziehen. Das wurde TAG24 von einer Stadträtin bestätigt.

Sein Büro-Türschild ziert nun die Funktion "Amtsleiter im Sonderauftrag". Zu Bärthels Verantwortungsbereich wird fortan unter anderem die Sicherheit der Beschäftigten in den Gebäuden der Stadtverwaltung gehören.

UPDATE, 10.50 Uhr: Auf TAG24-Nachfrage teilte die Stadt Leipzig mit, dass Bärthel nur aus dem Grund in einen neuen Bereich eingegliedert wurde, weil die bisherige doppelte Amtsleitung im Amt für Gebäudemanagement - Raimund Krell und Bernd Bärthel - abgeschafft werden sollte.

Man könne und wolle nicht auf Bärthels langjährige Erfahrung und sein Fachwissen verzichten, hieß es weiter. Seine Stelle als Amtsleiter wurde deshalb in das Dezernat "Allgemeine Verwaltung" eingegliedert.

Zu den Vorwürfen, Bärthel hätte mehr Fläche eines Bürogebäudes angemietet, als vom Stadtrat genehmigt wurde, nahm die Stadt Leipzig keine Stellung.


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