Stadträte machen Druck: Chemnitzer Modell soll schneller nach Limbach rollen

Das Chemnitzer Modell soll in fünf Stufen die Städte im Umland anschließen.
Das Chemnitzer Modell soll in fünf Stufen die Städte im Umland anschließen.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Im Plan des „Chemnitzer Modells“ ist es „Stufe 4“ - der Neubau der Bahnlinie nach Limbach-Oberfrohna. Jetzt machen zwei Stadtrats-Fraktionen Druck: SPD und Grüne fordern, die Strecke schneller fertigzustellen.

Am Montag soll der Antrag erstmals im Bau-Ausschuss behandelt werden, im Idealfall bereits am 8. November 2017 im Chemnitzer Stadtrat.

SPD-Fraktionschef Detlef Müller (53): „Dieses Vorhaben ist eine enorm wichtige Anbindung für den Chemnitzer Norden und wohl die Linie mit dem höchsten Fahrgastpotential.“

Und: Die Staufalle Leipziger Straße würde spürbar entschärft werden. Grünen-Fraktionschef Thomas Lehmann (49) sieht einen weiteren Vorteil: „Bereits jetzt hat sich das Chemnitzer Modell als Anbindung für Pendler aus dem Umland bewährt.“

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und MdB Detlef Müller (SPD) besuchten das Chemnitzer Modell, Mathias Korda (l.) begleitet die Ministerin während der Fahrt mit dem Citylink zum Stadlerplatz.
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und MdB Detlef Müller (SPD) besuchten das Chemnitzer Modell, Mathias Korda (l.) begleitet die Ministerin während der Fahrt mit dem Citylink zum Stadlerplatz.  © Sven Gleisberg

Allein Stufe 4 würde entlang der 15,7 Kilometer langen Strecke rund 50.000 Einwohner und 20.000 Arbeitsplätze erreichen.

Allerdings fehlen den Politikern wichtige Informationen. Müller: „Wir kennen den Zeitplan der Stadt und des VMS nicht. Das wollen wir durch den Antrag erfahren.“

VMS-Sprecherin Jeanette Kiesinger (33): „Wir begrüßen es, wenn seitens der Politik das Projekt vorangetrieben wird. Natürlich müsste dann auch das notwendige Geld zeitnah fließen.“

Das Chemnitzer Modell soll in fünf Stufen die Städte im Umland anschließen, Pilot-Stufe 0 führt seit 2002 nach Stollberg. 226 Kilometer Gleise sollen bis 2020 ausgebaut werden.

Kosten: rund 300 Millionen Euro.


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