Wer soll künftig auf dem Brühl wohnen?

Die Brühl-Aktivisten Hendrik Gransee (32), Sören Gruner (29), Laura Tzschätzsch (27) und Chris Dietrich (31, v. l.).
Die Brühl-Aktivisten Hendrik Gransee (32), Sören Gruner (29), Laura Tzschätzsch (27) und Chris Dietrich (31, v. l.).

Chemnitz - Keine Ruhe auf dem Brühl … Nachdem Kiez-Verfechter GGG-Mieten kritisierten, verwies das Unternehmen auf die Nachfrage: Der Brühl sei nicht nur für junges und hippes Publikum, sondern auch für Familien attraktiv.

Hintergrund: 2012 beschloss der Stadtrat die Ausweitung des Kiezboulevards auf die Karrees 1 (Georg- bis Untere Aktienstraße) und 6 (Herrmann- bis Elisenstraße).

Der Brühl könnte so zwischen Georg- und Herrmannstraße auch abends mit Cafés und Bars lebendig bleiben.

„Man muss sich fragen: Passe ich hierher?“, sagt CDU-Stadtrat Andreas Marschner (35). Er wohnt auf dem Kaßberg.

„Auch dort ist urbanes Leben. Die Mischung muss stimmen“, so der im Bauausschuss sitzende Inhaber des gleichnamigen Eiscafés.

Linke-Stadtrat Thomas Scherzberg (53) war im Mai beim Brühl-Stadtrundgang dabei: „Es wurde gesagt, dass die GGG das gesamte Mietspektrum abdecken wollte“, erinnert sich der Linken-Sprecher für Stadtentwicklung.

Er fordert erschwingliche Brühl-Mieten, ahnt aber: „Es wird Probleme geben, wenn man nur auf den Kiezboulevard setzt.“

So sieht eine Brühl-Baustelle von innen aus. Die Stadträte Andreas Marschner (35, CDU, li.) und Thomas Scherzberg (53, Linke) äußern sich zum Brühl-Streit.
So sieht eine Brühl-Baustelle von innen aus. Die Stadträte Andreas Marschner (35, CDU, li.) und Thomas Scherzberg (53, Linke) äußern sich zum Brühl-Streit.

Foto: Uwe Meinhold, Sven Gleisberg, Gerd Elitzer, Kristin Schmidt


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