OB Hilbert findet deutliche Worte zur Zeltstadt!

Dirk Hilbert (43, FDP)
Dirk Hilbert (43, FDP)

Von Dirk Hein

Dresden - Überraschend äußerte sich der amtierende Oberbürgermeister Dirk Hilbert (43, FDP) am Donnerstag im Stadtrat eindringlich zum Thema Zeltstadt. Hilbert kritisierte massiv die Landesdirektion sowie den Freistaat und forderte alle Dresdner zum Helfen auf.

Laut Hilbert kam die massive Zuweisung von Flüchtlingen keinesfalls überraschend! „Die Fachämter der Stadt haben lange nach Interimslösungen gesucht, diese wurden durch den Freistaat - warum auch immer - nicht weiterverfolgt.“

Weiter sagte Hilbert: „Der Freistaat muss aufhören, Probleme zu verwalten und darf die Asylproblematik nicht auf dem Rücken der Städte austragen.“ Denn denen würde zu wenig Geld zur Verfügung gestellt.

Hilbert stellte zwei eindringliche Fragen:

Erstens: „Wie kann es sein, dass es mitten in Dresden einen Ort gibt, wo Kinder im Schotter spielen müssen? Das darf nicht unser Maßstab sein. Ich sehe mich allen Menschen verpflichtet. Ich werde es nicht akzeptieren, dass unser Heimatland sich überfordert gibt.“

Hilberts Forderung: „Solange es in Dresden noch freie Gebäude gibt, müssen die vorrangig genutzt werden. Zelte sind lediglich eine Notlösung.“

Hilberts zweite Frage: „Wie kann es in Dresden einen Ort geben, an dem Kranke und schwache Menschen nicht ausreichend versorgt werden?“

Die Stadt will sofort drei Ärzte und drei Krankenschwestern aus dem Gesundheitsamt an die Bremer Straße verlegen. Dadurch könnten, so Hilbert, längere Wartezeiten auf Dresdner zukommen.

Hilbert abschließend: „Ich fordere alle Dresdner auf mitzuhelfen, sonst bestehen wir diese Nagelprobe nicht.“

Fotos: Chr. Suhrbier


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