Dresdens Rote und Grüne: So wollen sie die Stadt verändern

Dresden - Mehr ÖPNV, mehr Radler, mehr Sozialwohnungen, dafür weniger CO2: Trotz fehlender Mehrheit im Dresdner Stadtrat wollen Grüne, Linke und SPD auch die nächsten knapp fünf Jahre zusammen ihre Ziele durchsetzen. Das gemeinsame Programm dafür steht nun.

Wollen weiter zusammenarbeiten: Dana Frohwieser (43, SPD, v.l.), André Schollbach (41, Linke), Tina Siebeneicher (36, Grüne) und Christiane Filius-Jehne (63, Grüne).
Wollen weiter zusammenarbeiten: Dana Frohwieser (43, SPD, v.l.), André Schollbach (41, Linke), Tina Siebeneicher (36, Grüne) und Christiane Filius-Jehne (63, Grüne).  © Ove Landgraf

Konkret sollen bis 2024 insgesamt 2500 kommunale Sozialwohnungen gebaut werden. Um Mieter zum Beispiel vor Luxussanierungen zu bewahren, sollen Milieuschutzsatzungen entstehen.

Läuft alles nach Plan, stammen 50 Prozent der städtischen Energieversorgung im Jahr 2025 aus erneuerbaren Energiequellen, bis 2035 wäre die DREWAG klimaneutral.

Auch geplant: Doppelt so viele Radler und deutlich mehr ÖPNV-Nutzer. In beiden Bereichen soll kräftig investiert werden.

Und: Mehr Budget für die Stadtteile sowie deutliche Investitionen in das Städtische Klinikum. Nicht einigen konnten sich die Fraktionen auf ein 365-Euro-Ticket.

Linken-Chef André Schollbach (41): "Gemeinsam haben wir 33 Stimmen, die wir im Rat in die Waagschale werfen können, das hat viel Gewicht. Für die gemeinsamen Ziele wollen wir Mehrheiten erringen."

Eine Mehrheit von 36 Stimmen wäre etwa durch die zwei fraktionslosen Räte und die Zustimmung von OB Dirk Hilbert (48, FDP) möglich.

Titelfoto: Ove Landgraf

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0