Dresden: AfD-Stadtrat will E-Scooter an die Kette legen

Dresden - Seit 25. Juli können in Dresden E-Roller der Firma "Lime" ausgeliehen werden. Wie aus dem Nichts stehen seither hunderte der grün-weißen Roller in der Stadt. Viele sind genervt, weil die Geräte teils achtlos weggeworfen werden, Fuß- oder Radwege blockieren. Das könnte sich bald ändern.

Achtlos abgestellte oder gar umgeworfene Roller finden sich in der ganzen Stadt, so auch am Zoo.
Achtlos abgestellte oder gar umgeworfene Roller finden sich in der ganzen Stadt, so auch am Zoo.  © Petra Hornig

Konkret die AfD-Fraktion im Stadtrat will über die bereits geltende Kooperationsvereinbarung oder neue stadtweite Verordnungen die Daumenschrauben anziehen. So soll es durch Schlösser oder grelle Pfeiftöne schwerer bis unmöglich werden, die Roller ohne Registrierung zu bewegen.

Außerdem würden die Anbieter verpflichtet, die Entsorgungskosten für stundenlang achtlos in Dresden liegen gelassene Roller zu übernehmen. Drittens dürften keine Roller mehr auf den Elbwiesen (Ausnahme: Elberadweg) abgestellt werden.

"Die Roller hingen schon an Laternen und Straßenschildern. Das passt nicht zu Dresden. Wir wollen zudem verhindern, dass Roller, wie in anderen Städten geschehen, in Flüsse geworfen oder in der Natur entsorgt werden", so AfD-Stadtrat Thomas Ladzinski (30).

Tatsächlich hat Lime, nach eigenen Aussagen nicht mehr als in anderen Städten, ein Problem mit Vandalismus. Immer wieder werden Roller umgeworfen oder weggeschleppt, blockieren Wege. Das letzte Wort hat jetzt der Stadtrat.

Am Plauenschen Ring wurden die Scooter sogar achtlos ins Gebüsch geschmissen.
Am Plauenschen Ring wurden die Scooter sogar achtlos ins Gebüsch geschmissen.  © Dirk Hein

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