Wie sicher ist Chemnitz? Bürgermeister Runkel zieht große Bilanz

Chemnitz - Einmal im Jahr muss Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (56, parteilos) dem Stadtrat Rede und Antwort stehen: Wie sicher ist Chemnitz? Mittwochnachmittag ist es im Rathaus wieder so weit.

Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (56, parteilos).
Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (56, parteilos).  © Uwe Meinhold

Grundsätzlich fällt das Fazit für Runkel positiv aus. Seit Mai 2017 wurden bis Ende März 2018 insgesamt 21.975 Streifengänge durchgeführt. Die 22 Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes stellten dabei 2652 Verstöße fest, 751-mal ging es ums Glasflaschen- und Alkoholverbot, 537-mal fielen Hundebesitzer negativ auf und 206-mal wurden Müllsünder ertappt.

Runkel: "Mittels konsequenter Durchsetzung soll ein spürbarer Rückgang von Ordnungswidrigkeiten erreicht werden." Das ist gelungen: Während 2016 statistisch aller 34 Streifen ein Vergehen entdeckt wurde, brauchten die Ordnungshüter seit Mai 2017 schon 37,5 Streifengänge, um Übeltäter zu erwischen.

Gemischt fiel das Fazit zum Stadtfest 2017 aus: 260.000 Besucher feierten, ganze 57 Ordnungswidrigkeiten wurden notiert. Aber: In der Nacht zu Samstag wurde die Party zeitiger beendet, weil es auf der Brückenstraße zu Schlägereien und Diebstählen gekommen war.

Fast geräuschlos verliefen hingegen der Weihnachtsmarkt sowie der Parksommer mit 12.000 Besuchern. Auch die Freibäder hatten ihre Ruhe: Die Ordnungshüter mussten kein einziges Mal zu einem Einsatz angefordert werden.

Lockerlassen will Runkel trotzdem nicht. So soll im Sommer die Fahrradstaffel aktiviert werden, der Dienst seiner "Ritter" verlängert sich wochentags bis 22.30 und samstags bis 21 Uhr.

Der Kontrolldruck wurde in der City immer größer, auch im Stadthallenpark kam es zu regelmäßigen Razzien.
Der Kontrolldruck wurde in der City immer größer, auch im Stadthallenpark kam es zu regelmäßigen Razzien.  © Sven Gleisberg
Der neue, schwachsinnige "Trend" in Chemnitz: Auch Am Wochenende wurden wieder Haltestellen zerstört.
Der neue, schwachsinnige "Trend" in Chemnitz: Auch Am Wochenende wurden wieder Haltestellen zerstört.  © Luise Zschage

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