Grüne fordern: Chemnitz soll den Klimanotstand ausrufen

Chemnitz - Weltweit verhängen Städte den Klimanotstand - auch in Chemnitz könnte es bald so weit sein: Grünen-Stadtratskandidat Franz Knoppe (37) folgt dem Beispiel und will den Klimanotstand erstmals auch in Sachsen ausrufen.

Grünen-Stadtratskandidat Franz Knoppe (37) will mit einer Petition den Klimanotstand für Chemnitz ausrufen.
Grünen-Stadtratskandidat Franz Knoppe (37) will mit einer Petition den Klimanotstand für Chemnitz ausrufen.  © Uwe Meinhold

"Klimanotstand bedeutet, dass die Bekämpfung des Klimawandels ab sofort höchste Priorität haben muss. Alle lokalen Entscheidungen sollen dann in Hinblick auf das Klima gefällt werden", sagt Knoppe.

"Das heißt konkret, dass zum Beispiel beim Straßenbau Fahrradwege mitgebaut werden."

Zahlreiche Städte, darunter Los Angeles und London, folgten bereits dem Aufruf von Natur- und Klimaschützern und riefen den Notstand aus. In Deutschland sind bisher Konstanz, Kiel und Ludwigslust mit dabei.

"Das ist eine globale Bewegung. Die sind doch nicht alle paranoid. Der Klimaschutz ist dringend", so der Politiker.

Bisher hat die Petition "Klimanotstand ausrufen" in Chemnitz 290 Unterstützer, in den nächsten vier Wochen sollen es 2100 werden. Anschließend soll die Forderung dem neu gewählten Chemnitzer Stadtrat vorgelegt werden.

Bei Ausrufung des Klimanotstands würden alle lokalen Entscheidungen in Hinblick auf das Klima gefällt werden.
Bei Ausrufung des Klimanotstands würden alle lokalen Entscheidungen in Hinblick auf das Klima gefällt werden.  © Sven Gleisberg

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