Falsch verlegtes Riesen-Rohr: Wie kommt es da jetzt wieder weg?

Rostock - Rund 100 Meter lang, acht Meter Durchmesser und etwa 800 Tonnen schwer ist das Riesen-Rohr, das beim Verladen im Rostocker Seehafen am Mittwochabend abgestürzt ist (TAG24 berichtete). Die Ursache für den Arbeitsunfall ist unklar und die Bergung wird schwierig.

Das riesige Rohr stürzte beim Verladen im Rostocker Hafen auf Kaikante und Frachter.
Das riesige Rohr stürzte beim Verladen im Rostocker Hafen auf Kaikante und Frachter.  © dpa/Bernd Wüstneck

Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Rostock am Freitag sagte, soll der Kapitän des Spezialschiffes noch einmal angehört werden, auf welches das Rohr gefallen war.

Das Stahlrohr sollte am Mittwochabend mit einem Bordkran auf das Schiff gehievt werden.

Dabei rutschte es laut Polizei aus der schlaufenähnlichen Befestigung und stürzte auf das Schiffsdeck und den Hafenpier. Der Schaden wurde auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.

Ein Besatzungsmitglied wurde leicht verletzt.

Das Rohr sollte als Fundamentpfahl für ein Offshore-Windrad dienen. Es wird auf See in den Grund gerammt und mit Beton verfüllt.

In die Ermittlungen wurde die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung eingeschaltet, erklärte der Polizeisprecher.

Die Bergung des etwa 100 Meter langen großen Rohres gestalte sich weiter kompliziert. Es hat im unteren Bereich einen Durchmesser von acht Metern.

So müsse geprüft werden, ob das Rohr verzogen ist und wie ein Kran es heben kann, ohne dass es statische Probleme an der Kaikante gibt.

Das 160 Meter lange, deutsche Transportschiff "Svenja" darf den Hafen vorerst nicht verlassen.

Das Rohr hat im unteren Bereich einen Durchmesser von acht Metern.
Das Rohr hat im unteren Bereich einen Durchmesser von acht Metern.  © dpa/Bernd Wüstneck

Titelfoto: dpa/Bernd Wüstneck


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