Stammplatz futsch. Wie fühlt sich das für Löning an?

Frank Löning ist sich für keinen Zweikampf zu schade. Hier kämpft er mit dem Aalener Markus Schwabl um den Ball.
Frank Löning ist sich für keinen Zweikampf zu schade. Hier kämpft er mit dem Aalener Markus Schwabl um den Ball.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Seit Januar spielt Frank Löning (34) für den CFC. Wenn der Angreifer fit war, stand er meist von Beginn an auf dem Platz. Am Sonnabend war das anders.

Löning saß zum Start der Rückrunde zunächst auf der Bank. Ein ungewohntes Bild! Nach dem 1:1 gegen den Zweitliga-Absteiger aus Aalen wirkte der Torjäger sichtlich bedient, verschwand kommentarlos in der Kabine.

Auch das passiert äußerst selten. Löning ist einer, der Kante zeigt, der auch nach schwachen Spielen Klartext redet.

War er am Sonnabend nur sauer über das Ergebnis? Oder saß der Stachel der Enttäuschung zu tief, weil CFC-Trainer Kay-Uwe Jendrossek (44) eine andere taktische Variante bevorzugt hatte?

Glücklich sieht anders aus: Frank Löning schreitet nach dem 1:1 gegen Aalen vom Spielfeld.
Glücklich sieht anders aus: Frank Löning schreitet nach dem 1:1 gegen Aalen vom Spielfeld.

„Ich hatte überhaupt nicht den Eindruck, dass Frank sauer war. Ich habe ihm meine Vorstellungen erläutert. Er hat zu mir gesagt: Kein Problem, ich stelle mich in den Dienst der Mannschaft“, berichtet Jendrossek.

Der Interims-Cheftrainer, der die Chemnitzer auch auf das Spiel in Rostock vorbereiten wird, wollte gegen die routinierte, aber eher langsame Aalener Abwehrreihe „kleine, schnelle, wendige Spieler“ zum Einsatz bringen.

Anton Fink (28) rückte nach vorn auf die Löning-Position. Dahinter spielten Tim Danneberg (29) und Matti Steinmann (20).

Jendrossek: „Unser Plan war, dass sich die Aalener viel bewegen und müde laufen. Mit Frank wollten wir dann einen frischen Stürmer bringen.“

Der Match-Plan musste nach 36 Minuten über den Haufen geworfen werden. Steinmann schied verletzt aus. Löning kam früher als geplant zum Einsatz. Ein Tor für den CFC fiel nicht mehr.

Fotos: Igor Pasteriovic, Picture Point/Petzsche


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