Alles nur Schein? Star-Tenor lästert über Akustik in der Elbphilharmonie

Hamburg - Seit zwei Jahren hat Hamburg seine Elbphilharmonie. Mit durchschnittlich 16.000 Besuchern pro Tag ist der Ansturm auf das neue Wahrzeichen ungebrochen (TAG24 berichtete).

Opernsänger Jonas Kaufmann bei einem Auftritt.
Opernsänger Jonas Kaufmann bei einem Auftritt.  © DPA

Dabei stand der Bau jahrelang wegen seiner horrenden Kosten und der immer wieder verzögerten Fertigstellungstermine in der Kritik. Seit der Eröffnung im Januar 2017 wird die "Elphi" dagegen von allen Seiten gefeiert. Auch der Ansturm auf Konzertkarten hält an und soll sogar einen generellen Klassik-Hype im Norden Deutschlands ausgelöst haben (TAG24 berichtete).

Jetzt hat sich aber eine prominente Stimme auch negativ über die Akustik der Innenräume geäußert. Nach einem Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie kritisierte der Startenor Jonas Kaufmann den Klang im Großen Saal.

Dieser habe etwas mit der Materialwahl zu tun, "die mich am Anfang sehr verstört hat", sagte Kaufmann in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt. "Und ich frage mich auch wirklich, ob man nur bei der Planung dieses Saals einzig an Konzerte mit großen Orchestern gedacht hat und nicht die Vielfalt unseres Metiers."

Bei seinem Konzert am Samstag im Großen Saal der Elbphilharmonie war Kaufmann einem Bericht der Zeitung zufolge durch Zwischenrufe von Zuschauern, die nichts hören konnten, oder während des Auftritts die Plätze wechselten, um besser hören zu können, gestört worden.

Seinen nächsten Liederabend wolle er dann lieber in der Laeiszhalle geben. "Dort ist es doch wunderbar", betont Kaufmann.

Der Besucheransturm auf die Elbphilharmonie ist nach wie vor ungebrochen.
Der Besucheransturm auf die Elbphilharmonie ist nach wie vor ungebrochen.  © DPA

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