Mord statt Familiendrama in Starnberg: 19-Jähriger tötet Kumpel und dessen Eltern

Starnberg - Eine überraschende Wendung gab es im Fall der drei tot in einem Haus aufgefundenen Personen (TAG24 berichtete). Bislang ging man von einem erweiterten Suizid aus, doch das scheint nun vom Tisch.

Polizei-Absperrband ist vor dem Wohnhaus in Starnberg zu sehen.
Polizei-Absperrband ist vor dem Wohnhaus in Starnberg zu sehen.  © Lino Mirgeler/dpa

Am 12. Januar (Sonntag) wurden die drei Leichen gefunden, nachdem Angehörige die Polizei darüber informiert hatten, dass die Familie seit längerem nicht erreichbar gewesen wäre.

Nach dem ersten Ermittlungsstand der Beamten ging man davon aus, dass der Sohn (21) zunächst seine Eltern (60 und 64 Jahre) und dann sich selbst getötet hatte.

Auch auf den Hund der Familie wurde offenbar zweimal gefeuert, dieser überlebte jedoch.

Die Theorie vom erweiterten Suizid scheint nun eine deutliche Wendung zu nehmen. Wie Focus Online am Freitagmittag mitteilt.

Wie die Nachrichtenplattform unter Berufung auf Polizeiinformationen mitteilt, sollen bereits zwei Tatverdächtige festgenommen worden sein.

Der Bayerische Rundfunk will erfahren haben, dass es sich bei den Festgenommenen um Verdächtige aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck handeln soll. Am Tatort sollen zwei Handfeuerwaffen zurückgelassen worden sein. Die Ermittlungen zur Herkunft der Waffen führte scheinbar zum neuen Verdacht.

Die Polizei möchte im Laufe des Tages in einer Pressekonferenz weitere Informationen zum aktuellen Stand der Ermittlungen bekannt geben.

Update 15.00 Uhr: Irre Wendung in Starnberg: Neue Details im Fall der drei Toten

Das Waffenlager, welches bei dem 19-Jährigen entdeckt und sichergestellt wurde.
Das Waffenlager, welches bei dem 19-Jährigen entdeckt und sichergestellt wurde.  © Kripo Fürstenfeldbruck

Wie die Polizei Oberbayern Nord in einer Pressekonferenz bekannt gab, hat einer der festgenommen Männer die Familien in Starnberg erschossen.

Bei dem Hauptverdächtigen handelt es sich um einen 19-jährigen Freund des 21-jährigen Sohnes.

Der 19-Jährige soll zuerst den Sohn und dann dessen Eltern erschossen haben.

Die Polizei kam dem mutmaßlichen Täter auf die Spur, nachdem bei ihm im Rahmen von Durchsuchungen Kriegswaffen und Sprengstoff gefunden wurde.

Bei einem Verhör gab der 19-Jährige den Mord an der Familie zu. Opfer und Täter sollen sich über ihrer Affinität zu Waffen kennengelernt haben. Laut Polizei drehte der 19-Jährige außerdem ein Video zu seiner Tat, auf dem der Tatort zu sehen ist.

Bei dem weiteren Tatverdächtigen handelt es sich um einen 18-Jährigen, der den 19-Jährigen zum Tatort gefahren habe. Er soll vom geplanten Mord des 19-Jährigen am 21-Jährigen gewusst haben und gilt somit als Mittäter.

Laut der Polizei gibt es derzeit keinen Hinweis auf einen politischen Hintergrund der Tat. Das genaue Motiv der jungen Männer ist noch nicht bekannt.

Mit diesen Waffen wurde die Familie in Starnberg umgebracht.
Mit diesen Waffen wurde die Familie in Starnberg umgebracht.  © Kripo Fürstenfeldbruck

Update 14.45 Uhr: Einer der Tatverdächtigen soll die Tat gestanden haben

Einer der beiden Tatverdächtigen soll gestanden haben die Familie getötet zu haben, berichtet der Bayerische Rundfunk. Der Hauptverdächtige soll angeblich ein Freund des toten 21-jährigen Sohnes sein. Der zweite Verdächtige soll die Spuren so manipuliert haben, dass der Verdacht auf den Sohn fällt, berichtet die Bild-Zeitung.

Auf einer Pressekonferenz um 15 Uhr soll es neue Details zum Fall geben.

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