Stasi-Vergangenheit von AFD-Mann bleibt folgenlos

Die Stasi-Vorwürfe gegen Detlev Spangenberg (72) bleiben für den AFD-Mann folgenlos.
Die Stasi-Vorwürfe gegen Detlev Spangenberg (72) bleiben für den AFD-Mann folgenlos.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Die Stasi-Vorwürfe gegen den AfD-Landtagsabgeordneten Detlev Spangenberg (72) bleiben offenbar folgenlos. Nach MOPO24-Informationen ist die Prüfung durch den Bewertungsausschuss im Landtag abgeschlossen.

Das Gremium tagt geheim in einem abhörgesicherten Raum und äußert sich nicht zu seinen Entscheidungen. Spangenberg selbst ebenfalls nicht. Nur so viel: „Sollte die Klage vom Tisch sein, wäre ich nicht überrascht. Ich glaube nicht, dass man von der Sache nochmal etwas hören wird.“

Spangenberg hatte eine Abgeordnetenklage und in Folge dessen die Aberkennung des Mandats gedroht. Solche Klagen waren bislang aber immer gescheitert. Wie berichtet, hatte Spangenberg die Existenz einer Täterakte der Stasi über ihn bestätigt.

Er soll in den 60er-Jahren NVA-Kameraden bespitzelt haben. Der Politiker zu MOPO24: „Ich habe nie jemanden verraten.“ Er verwies auf das militärische Abhängigkeitsverhältnis.

Fotos: Bernd März


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