Die drei häufigsten Gründe für Stau auf Autobahnen

Köln/Berlin - Warum liegt da eigentlich der Verkehr still? Diese Frage stellte sich auch die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag und richtete eine "Kleine Anfrage" an die Bundesregierung. Die offizielle Antwort auf die Ursache für Stau auf Autobahnen ist eindeutig.

Ein Stau auf der A4 bei Köln. (Symbolbild)
Ein Stau auf der A4 bei Köln. (Symbolbild)  © DPA

Die Staus auf deutschen Autobahnen werden zu einem Drittel durch Baustellen verursacht!

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf die "Kleine Anfrage" der FDP-Bundestagfraktion hervor, die RTL-aktuell und n-tv vorab vorlag.

33 Prozent aller Staus werden also durch Baustellen verursacht. Doch was ist mit den anderen Ursachen?

Ein Drittel aller Staus auf Autobahnen entstehe durch zu viel Verkehr, ein weiteres Drittel aller Staus werde durch Autofahrer selbst verursacht: Verkehrsunfälle lösen ebenfalls rund ein Drittel aller Staus auf Autobahnen auf.

Und die Chance, dass Ihr wegen einer Baustelle im Stau steht, ist hoch: Im Jahr 2018 gab es 866 Autobahnbaustellen in Deutschland. Diese hatten eine durchschnittliche Länge von 3,18 Kilometer und bestanden durchschnittlich 253 Tage.

Die meisten Baustellen gab es in Nordrhein-Westfalen mit 337, danach folgt Bayern mit 100.

FDP fordert mehr 24-Stunden-Baustellen auf Autobahnen

Oliver Luksic sitzt für die FDP im Bundestag.
Oliver Luksic sitzt für die FDP im Bundestag.  © DPA

Oliver Luksic, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, beklagt gegenüber RTL Aktuell: "Vielfach sind die Baustellen nicht aufeinander abgestimmt und man fährt von einem Stau in den nächsten."

Die vielen Baustellen bedeuteten eine große Belastung für die Autofahrer und Pendler. Autofahrer ärgerten sich zu recht, wenn sie deshalb unnötig im Stau steckten.

Die Forderung des FDP-Sprechers gegenüber RTL Aktuell: "Insgesamt muss das Planen und Bauen hierzulande auch schneller gehen. An den Brennpunkten im Netz muss es mehr 24-Stunden-Baustellen geben, 253 Tage im Durchschnitt sind zu lang."

Titelfoto: DPA


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