Mega-Stau! Transporter mit Windrad blockiert Elbtunnel

Hamburg - Pendler müssen sich auf der Autobahn 7 wieder in Geduld üben. Dort staut es sich gewaltig am Elbtunnel in Richtung Norden.

Der Schwertransporter mit dem Windrad blockiert eine Spur vor dem Elbtunnel.
Der Schwertransporter mit dem Windrad blockiert eine Spur vor dem Elbtunnel.

Ein übergroßer Schwertransporter mit einem Windradflügel hat am Mittwochmorgen eine Fahrspur des Elbtunnels blockiert und damit einen 16 Kilometer langen Stau ausgelöst.

Wie die Polizei mitteilte, überschritt die Ladung des Sattelschleppers die genehmigte Höhe von vier Metern deutlich, weshalb in der Nacht zum Mittwoch die Höhenkontrolle ausgelöst wurde.

Der Lastwagen konnte den Elbtunnel deshalb nicht durchqueren. Das Fahrzeug konnte auf der Autobahn aber auch nicht zurückfahren.

Der Stau, der infolgedessen in Richtung Norden entstand, zog sich bis hinter die Ausfahrt Seevetal-Fleestedt.

Die Polizei versuchte am Morgen zunächst, den Sattelzug zu tauschen, um so die Gesamthöhe des Fahrzeugs zu verringern und eine Durchfahrt zu ermöglichen.

Dieser Sattelzug ist zu hoch für den Elbtunnel.
Dieser Sattelzug ist zu hoch für den Elbtunnel.  © dpa/Daniel Reinhardt

Update 9.21 Uhr: Auch auf den Zufahrtsstraßen und Ausweichrouten wie etwa der Köhlbrandbrücke gab es nach Angaben der Leitzentrale erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Für die Einsatzkräfte stellte der feststeckende Lastwagen ein Dilemma dar. Er konnte den Tunnel nicht durchfahren, konnte auf der Autobahn auch nicht zurückfahren.

Die Einsatzkräfte versuchte am Morgen zunächst, den Sattelzug gegen einen anderen, niedriger gelegten zu tauschen, um die Gesamthöhe zu verringern und dann doch noch durch den Tunnel zu kommen. Dies sei gescheitert, da der Ersatz-Sattelzug nicht mit dem 60 Meter langen Auflieger mit dem Windradflügel kompatibel war, sagte ein Polizeisprecher.

Anschließend sollte versucht werden, den Sattelzug näher an den Elbtunnel zu bewegen, wo etwas mehr Platz sei, um ihn zu abzustellen. Dann könne möglicherweise eine weitere Fahrbahn durch den Tunnel freigegeben werden.

Update 11.31 Uhr: Inzwischen steht fest, dass es sich um zwei Schwertransporter mit Windradflügeln handelt. Der Stau am Elbtunnel betrug zeitweise bis zu 18 Kilometer.

Am Vormittag gelang es, den Sattelzug-Verband näher an den Elbtunnel an eine Stelle zu bewegen, wo etwas mehr Platz war, um ihn abzustellen, wie ein Sprecher der Verkehrsleitzentrale sagte. Damit konnte die dritte Fahrspur durch den Tunnel freigegeben werden. Wegen Bauarbeiten in einer Elbtunnelröhre sind zur Zeit ohnehin nur drei Spuren je Fahrtrichtung frei. Der Verkehr begann sich anschließend zu normalisieren.

Für die Fahrer der Sattelzüge wird das Chaos nach Angaben der Polizei vermutlich nur begrenzte Folgen haben. Die Strafe für das Auslösen der Höhenkontrolle vor dem Elbtunnel belaufe sich auf 250 Euro.

Am Elbtunnel in Richtung Norden gibt es wegen eines Schwertransporters einen langen Stau. (Symbolbild)
Am Elbtunnel in Richtung Norden gibt es wegen eines Schwertransporters einen langen Stau. (Symbolbild)  © dpa/Bodo Marks

Titelfoto: dpa/Daniel Reinhardt


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