Was passiert mit der Stauffenbergallee?

Das Kopfsteinpflaster soll weg, dafür fehlt jedoch das Geld.
Das Kopfsteinpflaster soll weg, dafür fehlt jedoch das Geld.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Wie wird die Stauffenbergallee westlich der Königsbrücker Straße saniert? In der gestrigen Stadtratssitzung antwortete OB Dirk Hilbert (43, FDP), warum längst vorliegende Pläne aus dem Mai noch immer nicht vorgestellt wurden.

„Wir warten gespannt auf den Freistaat Sachsen, ob entsprechende Fördermittel für die Sanierung fließen.“ Hendrik Stalmann-Fischer (22, SPD) hatte den Druck erhöht: Er habe im Mai vom Baubürgermeister Jörn Marx (56, CDU) erfahren, dass dem Stadtrat drei fertige Varianten vorgelegt werden sollen.

„Seitdem ist jedoch nichts präsentiert worden“, klagte Fraktions-Chef Christian Avenarius (55, SPD).

Henrik Stalmann-Fischer (22, SPD) bohrt bei OB Hilbert (43, FDP) nach.
Henrik Stalmann-Fischer (22, SPD) bohrt bei OB Hilbert (43, FDP) nach.

Stalmann-Fischer nutzte die Fragestunde und bohrte nach: „Aus welchem Grund wurden die fertigen Planungsunterlagen dem Stadtrat bis heute nicht vorgelegt?“

Weil BM Marx im Resturlaub weilt und aus dem Amt scheidet, übernahm OB Hilbert persönlich und verwies auf die fehlenden Fördergelder.

Im Planungsamt denkt man offen über drei Varianten nach: Die erste Lösung könnte eine zweispurige Stauffenbergallee werden, dazu breite Radwege.

Der zweite Vorschlag ist ein Angebot für Autofahrer: Vier Spuren, die mehr Verkehr abfangen könnten. Die dritte Idee könnte eine Sanierung im Bestand sein.

Keine Verbreiterung, weiterhin zwei Spuren. Hilbert möchte auch bei der anstehenden Entscheidung auch den neuen Baubürgermeister Raul Schmidt-Lamontain (Grüne) mit in die Entscheidung einbinden. „Der tritt bekanntlich erst am 8. Oktober sein Amt an.“

Die Autos dürften also noch länger über eine marode Stauffenbergallee rumpeln.

Fotos: Thomas Türpe


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