Abwahl von NPD-Ortsvorsteher steht an, doch ein Detail verwirrt

Altenstadt - Nach der Empörung über die Wahl eines NPD-Politikers zum Ortsvorsteher von Altenstadt-Waldsiedlung laufen die Vorbereitungen für dessen Abwahl.

Stefan Jagsch, stellvertretender Landesvorsitzender der NPD.
Stefan Jagsch, stellvertretender Landesvorsitzender der NPD.  © dpa/Andreas Arnold

Die dafür nötige Sitzung des Ortsbeirates findet am 22. Oktober statt, auf der sich die Mitglieder des Gremiums allerdings zunächst mit anderen Themen beschäftigen werden. Die Abwahl ist erst als siebter Tagesordnungspunkt vorgesehen.

Das geht aus der - vom noch amtierenden Ortsvorsteher - erstellten Sitzungseinladung hervor. Als achter Punkt steht die Ortsvorsteher-Neuwahl an. Zuvor soll es unter anderem um Anfragen von Bürgern gehen, die Terminierung der nächsten Müllsammelaktion sowie die Organisation eines Dorffestes.

Stefan Jagsch, stellvertretender Landesvorsitzender der rechtsextremen NPD, war erst im September ins Amt gekommen. Der NPD-Politiker war von den anwesenden Ortsbeiratsmitgliedern von CDU, SPD und FDP einstimmig gewählt worden.

Zur Begründung hieß es unter anderem, dass es keinen anderen Bewerber gegeben habe. Die Mitglieder ruderten angesichts der bundesweiten Welle der Empörung aber zurück und stellten einen Abwahl-Antrag.

Neue Bewerberin für das Amt ist nun die junge CDU-Politikerin Tatjana Cyrulnikov.

Im Ortsteil Altenstadt-Waldsiedlung gab es zum Zeitpunkt der Wahl außer Jagsch keine weiteren Kandidaten.
Im Ortsteil Altenstadt-Waldsiedlung gab es zum Zeitpunkt der Wahl außer Jagsch keine weiteren Kandidaten.  © dpa/Andreas Arnold

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold

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