Kießling-Betrug: Seine Frau absolvierte das Training

Leverkusen - Er hat es faustdick hinter den Ohren! Fünf Monate nach seinem Karriereende als Fußballprofi hat der ehemalige Nationalspieler Stefan Kießling kleine Schummeleien beim individuellen Trainingsprogramm eingestanden.

Bejubelt eines seiner 144 Bundesliga-Tore: Stefan Kießling.
Bejubelt eines seiner 144 Bundesliga-Tore: Stefan Kießling.  © DPA

"Ich habe in keiner Vorbereitung alle Läufe zu hundert Prozent gemacht. Nicht einmal", sagte der frühere Torjäger von Bayer Leverkusen der Sport Bild.

Kießling arbeitet seit 1. Oktober beim Werksverein als Assistent von Sport-Geschäftsführer Rudi Völler.

Den Grund dafür, dass seine Versäumnisse in der Sommer- oder Winterpause nie auffielen, verriet der 34-Jährige ebenfalls.

"Man bekommt eine Pulsuhr, auf der alle Läufe gespeichert werden. Da meine Frau sehr sportlich ist, hat sie mit der Pulsuhr auf dem Cross-Trainer den einen oder anderen Lauf nach den Vorgaben für mich gemacht - so gut, dass es niemand nachvollziehen konnte."

Kießling: "Aber wenn es auf den Platz ging, war ich immer vorne dabei."

Die Zahlen belegen seine Aussage: In 542 Pflichtspielen erzielte der Mittelstürmer 192 Tore und bereitete 83 Treffer direkt vor - eine überragende Quote!

Stefan Kießling machte in keiner Vorbereitung alle Läufe.
Stefan Kießling machte in keiner Vorbereitung alle Läufe.  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema 1. Bundesliga:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0