So steht's um Sachsens Schlösser

Herr der (meisten) sächsischen Schlösser: Christian Striefler (53), hier in Moritzburg.
Herr der (meisten) sächsischen Schlösser: Christian Striefler (53), hier in Moritzburg.

Von Torsten Hilscher

Dresden - Schöne Schlossanlagen landauf, landab im Freistaat. Fast 30 davon werden durch die gemeinnützige „Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH“ verwaltet.

Geschäftsführer Christian Striefler (53) verriet MOPO24 exklusiv seine Zukunftspläne.

Die wichtigste News zuerst: „Aschenbrödel“ kommt wieder. „Wir werden die Schau auch in den kommenden Jahren zeigen“, verspricht Striefler für Schloss Moritzburg.

Denn bereits in dieser Wintersaison kamen - nach einer Ausstellungspause - 82 000 Besucher. Start war am 7. November, Schluss ist erst am 28. Februar.

Christian Striefler (53, l.) beim Interview mit MOPO24-Reporter Torsten Hilscher (47).
Christian Striefler (53, l.) beim Interview mit MOPO24-Reporter Torsten Hilscher (47).

„Die zwei größten neuen Projekte spielen in der Festung Dresden und im Zwinger.“ In der Festung, also direkt unter der Brühlschen Terrasse, soll es eine virtuelle 3-D-Installation geben.

„Wenn alles gut läuft, ab 2018. Das wird sehr, sehr spektakulär“, sagt der Schlösserchef. Gezeigt werden verschiedene Themen aus der Geschichte des Landes und der Stadt. Gerade kümmere man sich um Ausschreibungsdetails.

Ein Jahr später, 2019, soll es virtuelle Zwingermodelle geben. Laut Striefler können sie gedreht und „durchflogen“ werden. Dabei würden auch einstige Visionen zur Anlage gezeigt, so der Plan. Schließlich sollte der Komplex ja einmal bis zur Elbe reichen.

Bereits am Montag startet auf der Albrechtsburg in Meißen ein Projekt für Blinde und Sehbehinderte: Ihnen werden Bilder zur sächsischen Geschichte mit modernster Technik erklärt.

All das kostet. Aber die Schlösser gGmbH ist knapp bei Kasse. Pro Jahr schießt der Freistaat für den Schlösserbetrieb 10,3 Millionen Euro zu. Für Investitionen gab es pro Jahr 15 Millionen. Das soll zurückgefahren werden, wie es Striefler bereits angedeutet bekam. Auch die Betriebskostenzuschüsse (10,2 Millionen Euro) sind in dieser Höhe künftig nicht mehr abgesichert.

So bleibt die weitere Sanierung des Palais’ im Dresdner Großen Garten erneut offen. Allein die Festspiel-Etage würde fast 20 Millionen Euro kosten.

Der Zwinger aus Sandstein. Bald gibt es das Wahrzeichen auch als schwebendes 3-D-Modell.
Der Zwinger aus Sandstein. Bald gibt es das Wahrzeichen auch als schwebendes 3-D-Modell.
Am Montag startet auf der Albrechtsburg in Meißen ein Projekt für Blinde und Sehbehinderte
Am Montag startet auf der Albrechtsburg in Meißen ein Projekt für Blinde und Sehbehinderte

Eintritt für Pillnitzer Park wird teurer

Der Eintritt für den Schlosspark Pillnitz wird im Sommer zeitweise erhöht.
Der Eintritt für den Schlosspark Pillnitz wird im Sommer zeitweise erhöht.

Dresden - Hast Du den kleinen Finger, nimm ruhig die ganze Hand! Der umstrittene Park-Eintritt in Pillnitz steigt. Wenn auch nur zeitweise.

Im Sommer wird er für einige Wochen um einen Euro pro Person auf drei Euro erhöht, sagt Schlösserchef Christian Striefler (53).

Anlass ist die Schau „Der Gärtner des Maharadschas. Ein Sachse bezaubert Indien“ vom 30. April bis zum 1. November, die Erhöhung wird vom 1. Juni bis zum 3. Oktober fällig.

„Aber man bekommt viel zu sehen: Wir werden eine ganze Pfauenlandschaft aus Blumen machen, viele Beete anders gestalten - zum Beispiel sind indische Teppichbeete zu sehen“, so Striefler.

Die Bäume bekämen eine besondere Rolle.

Fotos: Thomas Türpe (1), Petra Hornig (1), Holm Helis (1), Eric Münch (2), Marko Förster (1)


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