Mehr Präsenz, weniger Delikte: Großer Erfolg der Polizei im Görlitzer Park

Auch wenn die Zahl der Delikte im "Görli" rückläufig sind, so treiben sich noch immer Drogendealer im Schatten der Idylle herum.
Auch wenn die Zahl der Delikte im "Görli" rückläufig sind, so treiben sich noch immer Drogendealer im Schatten der Idylle herum.  © DPA

Berlin - Im Görlitzer Park finden Menschen Zuflucht vom stressigen Alltag oder optional Marihuana, Haschisch oder andere Drogen bei einem der unzähligen Dealer in und neben der Grünfläche. Der Ruf ist schlecht, doch durch mehr Polizei-Präsenz hat sich einiges getan in den vergangenen Monaten.

Kontinuierlich wurde die Zahl an Polizei im Stadtpark deutlich hochgeschraubt mit spür- und sichtbarem Erfolg, wie es aus einer Antwort auf die Anfrage der Abgeordneten Marianne Burkert-Eulitz (Grüne) für den Görlitzer Park, das Kottbusser Tor und das Gebiet um die Warschauer Brücke hervorgeht.

2016 leisteten die Beamten noch 31 Einsätze mit einer Einsatzstundenzahl von 3558, waren es im März diesen Jahres bereits sieben Einsätze und 755 Stunden mehr. Diese erhöhte Präsenz hat sich offensichtlich ausgezahlt.

Die Zahl an Rohheitsdelikten (wie Körperverletzung) und Raub sank von 27 registrierten Taten im März 2016, auf nur noch 13 im vergleichbaren Zeitraum. Ebenso rückläufig auch die Zahl der Diebstähle (von 41 auf 38 Taten). Einzig bei Drogendelikten stagnierte die Entwicklung. Sie liegt nach wie vor bei 97 erfassten Taten.

Durchwachsener sind die Zahlen jedoch beim Gebiet um die Warschauer Brücke und das Kottbusser Tor, wobei letzteres das absolute Sorgenkind der Behörden bleibt. In jeglichen Bereichen stiegen die Straftaten alarmierend an. Um der Entwicklung Einhalt zu gebieten, startete die "Einsatztruppe Kottbusser Tor" im Februar ihren Testlauf.

Nicht selten führen Polizei und Ordnungsamt eine Doppelstreife im Park durch.
Nicht selten führen Polizei und Ordnungsamt eine Doppelstreife im Park durch.  © DPA

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