Explosion? Feuerwehren müssen sich abseilen, um Steilhang zu löschen

Saaldorf - Ein großes Feuer hat sich am Ostersonntag nahe Saaldorf schnell ausgebreitet und die Feuerwehr bis in die Morgenstunden des Ostermontages vor eine schwierige Aufgabe gestellt.

Die Feuerwehren rückten mit einem Großaufgebot an.
Die Feuerwehren rückten mit einem Großaufgebot an.  © Screenshot/Facebook/Stützpunktfeuerwehr Wurzbach

Bis zum frühen Abend des Ostersonntags habe sich der Brand im Bereich eines Hangs am sogenannten "Heinrichstein" (Saale-Orla-Kreis) auf über 2000 Quadratmeter Fläche ausgebreitet, wie die Landespolizeidirektion Thüringen mitteilte.

Die Brandursache sei bisher noch unklar. Zeugen hätten kurz vor Ausbruch des Feuers jedoch ein knallartiges Geräusch gehört.

Das Feuer zu löschen wurde für die Feuerwehren zu einem gewagten Einsatz, denn der Brand befand sich an einem Steilhang, unter dem direkt der Fluss Saale verläuft. So mussten die Brandbekämpfer abgeseilt werden, um die Flammen stoppen zu können.

Zur Bekämpfung der Flammen und Unterstützung der örtlichen Feuerwehren wurde auch ein Hubschrauber der Bundespolizei angefordert.

Wegen der anhaltenden Trockenheit wies die Polizei auf die Gefahren im Umgang mit Feuer und Zündquellen hin. Nach stundenlanger Arbeit konnten die ersten Einsatzkräfte dann in der Nacht zum Ostermontag nach Hause fahren, noch immer wird in dem Wald aber Brandwache gehalten.

Update 16.02 Uhr:

Die Brände in dem Wald konnte auch nach mehr als 24 Stunden noch nicht komplett gelöscht werden, in den Steilhängen bilden sich immer wieder Glutnester, die ihre Umgebung entzünden. Derzeit werde überlegt, Fachleute der Höhenrettung zum Entfernen der trockenen Bäume hinzuzuziehen. Am Montagvormittag waren noch 30 Feuerwehrleute im Einsatz, die Nacht hindurch waren 90 Kameraden mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Stützpunktfeuerwehr Wurzbach

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