Stinkende Chemie-Wolke sorgt für Großeinsatz: Spezialkräfte rücken an!

Steinbach/Frankfurt am Main - Heftige Rauchentwicklung bei einem Chemie-Betrieb in Steinbach bei Frankfurt hat am Montagabend einen großen Feuerwehreinsatz, unter anderem mit Spezialkräften ausgelöst. Die Anwohner wurden gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Zunächst war nicht klar, ob der ausgetretene Stoff eine Gefahr für die Bevölkerung in den umliegenden Ortschaften darstellen würde.
Zunächst war nicht klar, ob der ausgetretene Stoff eine Gefahr für die Bevölkerung in den umliegenden Ortschaften darstellen würde.  © Wiesbaden112.de/Jolan Griemsmann

Nach Informationen von TAG24 wurde gegen 18 Uhr in einem Betrieb zur Herstellung von Klebstoffen ein Feueralarm ausgelöst.

Die verständigten Einsatzkräfte stellten dann vor Ort fest, dass kein Feuer die Rauchmelder ausgelöst hatte, sondern eine sehr starke Verdampfung von Kühlmittel in der Produktionshalle.

Nach ersten Erkenntnissen war der Auslöser der Rauchentwicklung ein Kessel, in dem zur Herstellung eines Klebstoffes eine epoxydharzhaltige Substanz gemischt wurde.

Vermutlich aufgrund eines Defektes im Kühlsystem des Kessels mit gleichzeitigem Austreten der Substanz kam es zu einer Reaktion mit Rauchentwicklung. Die genaue Ursache muss noch ermittelt werden.

Aus Sicherheitsgründen mussten die Einsatzkräfte den Gefahrenbereich mit schwerem Atemschutz betreten, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die ausgetretenen, stark riechenden Dämpfe schädlich für Mensch und Umwelt sind, wurden weitere Spezialkräfte und eine Fachberaterin für Chemikalien der Firma hinzugezogen.

Die Polizei warnte in den umliegenden Straßen mit Lautsprecher-Durchsagen vor einer möglichen Gefahr und bat um sofortiges Schließen von Türen und Fenstern und das Abstellen von Lüftungs- beziehungsweise Klimaanlagen.

Feuerwehr richtet vorsorglich Dekontaminations-Station ein

In der eingerichteten Dekontaminations-Station wurden betroffene Mitarbeiter und Feuerwehrkräfte durch gründliches Waschen und Entkleiden dekontaminiert.
In der eingerichteten Dekontaminations-Station wurden betroffene Mitarbeiter und Feuerwehrkräfte durch gründliches Waschen und Entkleiden dekontaminiert.  © Wiesbaden112.de/Jolan Griemsmann

Durch Messungen der Feuerwehr konnte dann aber schnell Entwarnung gegeben werden.

Es habe zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Die entstandene Reaktion habe dann auch schnell beendet werden können. Das Epoxidharz härte nun aus und werde dann durch Fachpersonal entsorgt.

Die Feuerwehr hatte dennoch an der Einsatzstelle eine Dekontaminations-Station eingerichtet. In dieser wurden betroffene Mitarbeiter und Feuerwehrkräfte durch gründliches Waschen und Entkleiden dekontaminiert.

Im Anschluss wurden sie durch den Rettungsdienst, der ebenfalls mit einem Großaufgebot vor Ort war, untersucht und konnten ohne Symptome entlassen werden. Verletzt wurde demnach niemand.

Insgesamt waren ungefähr 100 Einsatzkräfte vor Ort. Über die Höhe des entstandenen Schadens konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Titelfoto: Wiesbaden112.de/Jolan Griemsmann

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