Will sich Stephen King wegen Trump umbringen?

Bekannt durch seine Horror-Geschichten "Es" und "Shining": Stephen King. Er wurde offenbar von Trump geblockt.
Bekannt durch seine Horror-Geschichten "Es" und "Shining": Stephen King. Er wurde offenbar von Trump geblockt.  © dpa/Maja Hitij

Washington - Fluch oder Segen? Der US-Erfolgsautor Stephen King (69) kann nach eigenen Angaben keine Twittereinträge von US-Präsident Donald Trump (71) mehr verfolgen.

"Trump hat mich blockiert, so dass ich seine Tweets nicht mehr lesen kann. Ich muss mich wohl umbringen", twitterte King am Dienstag (Ortszeit) ironisch. "Verdammt zu einer existenziellen Einöde der Trumplosigkeit."

Der für seine Horrorgeschichten bekannte Schriftsteller ("Es", "Shining") hatte den Präsidenten zuvor mehrfach auf dem Kurznachrichtendienst kritisiert.

Die "Harry-Potter"-Autorin J.K. Rowling, ebenfalls Trump-Kritikerin, sprang ihrem Kollegen prompt zur Seite.

"Ich habe noch Zugang. Ich schicke dir sie (die Tweets) als private Nachrichten", twitterte die 51-Jährige in Richtung King, der sich brav bedankte.

King hatte den US-Präsidenten mehrfach kritisiert.
King hatte den US-Präsidenten mehrfach kritisiert.  © DPA

US-Generalstaatsanwälte verklagen Trump

Teil des Konflikts: Trump's International Hotel.
Teil des Konflikts: Trump's International Hotel.

Wie die Zeit berichtet hat der US-Präsident aber nicht nur Krach mit dem Autor. Auch zwei Generalstaatsanwälte sind nicht gut auf Trump zu sprechen. Bei einem Bundesgericht in Maryland haben die beiden demokratischen Anwälte Karl Racine und Brian Frosh Klage gegen ihn eingereicht.

Der Vorwurf: Eine Reihe von Antikorruptionsvorschriften der Verfassung seien missachtet worden. Dabei geht es unter anderem um Einnahmen aus Übernachtungen ausländischer Regierungsdelegationen in Trumps Internation Hotel.

Das sich in unmittelbarer Nähe zum Weißen Haus befindende Hotel wurde in einem geleasten Staatsgebäude eröffnet. Hunderttausende Dollar soll die Regierung Saudi-Arabiens dort ausgegeben haben.

Das Problem daran: Es entsteht ein Interessenkonflikt zwischen Trump als Präsident, der das Land regieren soll, und Trump als Unternehmer, der versucht seinen persönlichen Vorteil aus solchen Situationen zu ziehen. So habe er Zahlungen in Millionen Höhe von ausländischen Regierungen erhalten.

Doch das geht so nicht. Solche Vermischung verstößt gegen die US-Verfassung und wird in der Klage mit der sogenannten Vergütungsklausel gestützt. Sollte die Klage zugelassen werden, kann sie sogar beim obersten Gericht der USA, dem Supreme Court, landen.


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