40 Prozent Verlust! Killer-Milben töten unsere Bienen

Neben dem Imkerverband mit rund 1200 Mitgliedern, vor allem Hobby-Imkern, gibt es in Berlin zahlreiche nicht organisierte Halter.
Neben dem Imkerverband mit rund 1200 Mitgliedern, vor allem Hobby-Imkern, gibt es in Berlin zahlreiche nicht organisierte Halter.  © DPA

Berlin - Diesen Winter sind ungewöhnlich viele Berliner und Brandenburger Bienenvölker nicht über den Winter gekommen. Gleich mehrere Ursachen könnten dafür verantwortlich gewesen sein.

Die Mitglieder des Imkerverbands hätten etwa 20 Prozent ihrer insgesamt knapp 6400 Völker eingebüßt, sagte der Verbandsvorsitzende Benedikt Polaczek der Deutschen Presse-Agentur. Üblicherweise liegen die Verluste über den Winter bei 10 bis 13 Prozent. Wahrscheinlich spielten mehrere Ursachen eine Rolle, so Polaczek.

Weitaus schlimmer hat es indes Brandenburgs Imker getroffen. Dort starben laut Angaben sogar 40 Prozent der Bienenvölker. Als Hauptursachen wurden die Varroamilbe, die Ausbreitung von Mäusen und der Klimawandel genannt.

Grundsätzlich sieht Polaczek aber die Stadtbienen bei guter Gesundheit. Die Blumenvielfalt an Baumscheiben und auf Balkonen bieten ideale Bedingungen für InsektenZudem begrüßt der Berliner Imkerverband dass die Stadtreinigung BSR kürzlich den Verzicht auf den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosphat angekündigt hat. "Es gibt keine Chemie ohne Nebenwirkung," so Ploaczek. Auf dem Land haben es die Bienen wesentlich schwerer. Monokulturen und Pflanzenschutzmittel beschleunigen den Rückgang.

Nicht selten stecken auch in vermeintlich harmlosen Produkten schädliche Stoffe, die die Bienen gefährden. Die Stoffe könnten etwa in Mitteln zur Entflohung von Haustieren enthalten sein.


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