Neugeborenes im Wald abgelegt: Gibt es nun eine Spur zur Mutter?

Sigmaringen - Nach dem Fund eines toten Neugeborenen nahe Stetten am kalten Markt (Baden-Württemberg) ist nach wie vor unklar, wer die Mutter des Babys ist.

Der Leichnam war in einem Waldgebiet entlang der Landstraße 453 entdeckt worden.
Der Leichnam war in einem Waldgebiet entlang der Landstraße 453 entdeckt worden.  © DPA

Wie die Polizei mitteilt, hätten die Ermittlungen trotz intensiver Nachforschungen, "darunter auch eine Flugblattaktion und Anwohnerbefragung in den Gemeinden Frohnstetten und Kaiseringen" bislang nicht zu der Mutter des "Joris" genannten Babys geführt.

Jedoch gebe es eine mögliche Spur. Ein toxikologisches Gutachten des Leichnams habe nachgewiesen, dass die Mutter des Säuglings während der Schwangerschaft Betäubungsmittel und Medikamente konsumiert habe.

"Die Kriminalpolizei schließt deshalb nicht aus, dass sich die Frau möglicher Weise in der Drogenszene aufhält oder aufgehalten hat", heißt es in der Mitteilung.

Die Beamten erhofften sich nun neue Ermittlungsansätze, die sie doch noch zu der unbekannten Frau führen. Die Todesumstände des Neugeborenen sind nach wie vor unklar.

Der Leichnam des Kindes war Anfang September letzten Jahres von einem Waldarbeiter entdeckt worden. Das Baby wurde in einem Handtuch sowie einer roten Papiertüte neben einem Waldweg abgelegt. Das Kind hatte nach der Geburt zunächst noch gelebt.

Die Polizei bittet Personen, denen sich die Mutter eventuell offenbart hat oder denen die Schwangerschaft aufgefallen ist, sich unter der Rufnummer 07571/104-0, zu melden.

Das Neugeborene war in diese Decke eingewickelt und dann in dieser Tüte verstaut worden.
Das Neugeborene war in diese Decke eingewickelt und dann in dieser Tüte verstaut worden.  © Polizeipräsidium Konstanz

Titelfoto: DPA

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