Köln kann 300 Millionen Euro Steuern nicht eintreiben, weil Personal fehlt

Köln - Die Stadt Köln kann aktuell knapp 300 Millionen Euro ausstehende Steuern nicht eintreiben, weil der Stadtverwaltung einfach das Personal fehlt! Es geht um Millionen Euro aus Gewerbesteuer, Vergnügungssteuer und Zweitwohnsteuer.

Das Rathaus der Stadt Köln.
Das Rathaus der Stadt Köln.  © DPA

In einer Mitteilung an den Finanzausschuss erklärte Stadtkämmerin Dörte Diemert jetzt, wie viel Geld aktuell nicht abkassiert werden kann, weil in der Finanzverwaltung Mitarbeiter fehlen.

So fehlen der Stadt Köln aktuell 243,2 Millionen Euro Gewerbesteuer, die die Mitarbeiter noch nicht eingetrieben haben. Insgesamt handelt es sich um 26.466 unbearbeitete Gewerbesteuer-Bescheide.

Bei der Vergnügungssteuer fehlen aktuellen noch etwa 23 Millionen Euro in der Stadtkasse. Bei der Zweitwohnsteuer müssen noch etwa 2,1 Millionen Euro eingetrieben werden. Auch weitere Steuerbereiche hätten Rückstände.

Zur Beruhigung: "Bei planmäßigem Dienstantritt der neu eingestellten Veranlagungssachbearbeiter ab 01.03.2019 können die Rückstände voraussichtlich bis Sommer 2019 abgearbeitet werden", schätzt die Stadtkämmerin.

Verjährungen seien nicht zu befürchten, die ausstehenden Steuern sollen also noch fristgemäß eingeholt werden.

Köln hat nicht genügend Mitarbeiter, um die Steuern abzukassieren. (Symbolbild)
Köln hat nicht genügend Mitarbeiter, um die Steuern abzukassieren. (Symbolbild)  © 123RF

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