Rund-um-sorglos-Leben dank Steuerzahler: Rechnungshof schaut bei Alt-Kanzler Schröder vorbei

Berlin - Bundesrechnungshof macht da weiter, wo er bei den Alt-Bundespräsidenten aufgehört hat (TAG24 berichtete): Diesmal rückt Alt-Kanzler Gerd Schröder (74, SPD) ins Visier der Prüfer, denn er soll auf Kosten des Steuerzahlers ein sorgenfreies Leben führen - berichtet die BILD-Zeitung.

Schröder genießt durch seine Aufsichtsratposten bereits ein nettes Nebeneinkommen.
Schröder genießt durch seine Aufsichtsratposten bereits ein nettes Nebeneinkommen.  © DPA

Die zeitlich unbefristete Bereitstellung mehrerer Fahrer, Büros und Mitarbeiter sei grundsätzlich zu hinterfragen, heißt es im Prüfbericht aus dem das Blatt zitiert.

Beim Umgang mit Steuergeld hätten die Alt-Kanzler zuletzt zudem "Grenzen überschritten".

So hätten sie die volle Amtsausstattung für die Organisation privater Termine genutzt oder für "Lobbyarbeit für bestimmte Interessengruppen". Büro und Personal würden auch für die "Erzielung zusätzlicher Einkünfte" für "Aufsichts- und Verwaltungsratsmandate" von "jährlich mehreren hunderttausend Euro" eingesetzt.

Nach dem Tod von Helmut Schmidt (†96, SPD) und Helmut Kohl (†87, CDU) ist Gerhard Schröder der einzige noch lebende Altkanzler. Er ist Aufsichtsratschef des Gas-Trassenbauers Nord Stream und des mehrheitlich russischen Staatskonzern Rosneft.

Der Rechnungshof fordert nun strengere Vorschriften für die Ausgaben von ehemaligen Bundeskanzler, denn das Kanzleramt winkte jede Rechnung ohne sonderlich großer Überprüfung immer durch.

Titelfoto: DPA


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