Unternehmer: Hans Peter Stihl: E-Autos setzen sich nicht durch

Waiblingen - Der frühere Unternehmer und Wirtschaftsführer Hans Peter Stihl glaubt nicht, dass sich E-Autos flächendeckend in Deutschland durchsetzen.

Unternehmer Hans Peter Stihl.
Unternehmer Hans Peter Stihl.  © Tom Weller/dpa

Batteriefahrzeuge seien zwar für den Stadtverkehr, keinesfalls aber für den Überlandverkehr und längere Strecken geeignet, sagte der 87 Jahre alte Familienunternehmer der Deutschen Presse-Agentur.

Auch im Lkw-Verkehr seien Batteriefahrzeuge aufgrund der großen Distanzen chancenlos. "Von daher werden auch in den nächsten zehn Jahren noch jede Menge Fahrzeuge mit Hubkolbenmotoren fahren, und die werden dann gegebenenfalls vermehrt mit synthetischen Kraftstoffen angetrieben."

Die Elektromobilität spielt eine zentrale Rolle im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, mit dem die Klimaziele 2030 vor allem im Verkehr erreicht werden sollen.

In den kommenden Jahren sind auch deutlich mehr Elektroautos notwendig, damit die Hersteller strengere Klimavorgaben der EU einhalten können.

Stihl war von 1988 bis 2001 Chef des Deutsche Industrie- und Handelstags, dem heutigen Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Als Familienunternehmer machte Stihl den gleichnamigen Motorsägenhersteller aus Waiblingen zu einem milliardenschweren Unternehmen. Die Firma hat weltweit rund 17 000 Mitarbeiter und machte 2018 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro.

Stihl sieht E-Autos nicht flächendeckend in Deutschland.
Stihl sieht E-Autos nicht flächendeckend in Deutschland.  © Julian Stratenschulte/dpa

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