Stillende Mutter soll sich im Restaurant verstecken, dann kommen Dutzende Mütter zu Hilfe

Evans (USA) - Eine Mutter stillte ihr Baby in einem Fast-Food-Restaurant der Kette "Chick-fil-A". Doch die Managerin hatte ein Problem damit und bat sie, sich zu verstecken.

In einem "Chick-fil-A"-Restaurant war die stillende Mutter nicht gern gesehen (Symbolbild).
In einem "Chick-fil-A"-Restaurant war die stillende Mutter nicht gern gesehen (Symbolbild).  © 123RF/Jonathan Weiss

Samantha McIntosh (24) war in der vergangenen Woche im "Chick-fil-A" in Evans zu Gast, als die Managerin des Restaurants auf die junge Mutter zuging.

Sie störte es scheinbar, dass McIntosh mitten im Gastraum saß und ihr sieben Monate altes Baby stillte. In einem Facebook-Post erklärte die Mutter allerdings, dass sie ohnehin versuchte, sich so bedeckt wie nur möglich zu halten.

"Wir saßen in einer Nische im hinteren Teil des Restaurants", schrieb sie in dem sozialen Netzwerk. "Mein Hemd war hochgezogen und ruhte auf der Wange meiner Tochter. Mein Tanktop war gerade so weit heruntergezogen, dass meine Tochter nuckeln konnte. Ich bemerkte zufällig, dass absolut keine Haut sichtbar war."

Doch das hielt die Managerin des Fast-Food-Tempels nicht davon ab, zu der Frau zu gehen, und ihr eine zusätzliche Jacke "anzubieten".

"Die Managerin kam aus dem Nichts und versuchte, mir ihre Jacke zu geben. Sie sagte, dass sich jemand beschwert hätte und sie es vorziehen würde, wenn ich das Stillen wegen der anderen Kinder im Restaurant vertusche", schilderte McIntosh.

Dutzende Mütter stillen im selben Restaurant

Der Mutter wurde die Aktion peinlich. Wie sie schrieb, stillte sie ihre Babys sowieso nur ungern in der Öffentlichkeit.

"Ich wurde wütend", so Samantha McIntosh auf Facebook weiter. Sie hörte auf, zu stillen und zog sich wieder komplett an. "Ich sagte der Managerin, dass ich sie später zu Ende füttern werde."

Zudem musste sie ihrer Nichte, die mit der kleinen Familie in dem Restaurant war, erläutern, was da gerade geschah. "Ich versuchte zu erklären, dass ich nichts falsch gemacht habe, indem ich das Baby gepflegt habe und dass manche Leute es nicht als das sehen, was es ist (ein hungriges Baby füttern)", schrieb die junge Mutter.

Doch dann kam eine spontane Wendung in der Angelegenheit: Weil sie den Vorfall öffentlich auf Facebook postete, erhielt sie in kürzester Zeit Tausende Kommentare und Reaktionen.

Und damit noch nicht genug. Es fand sogar eine Art Flashmob in dem Restaurant statt.

Wie CNN berichtete, gingen nur wenige Tage später Dutzende Mütter mit ihren Kindern in dasselbe "Chick-fil-A"-Haus - pünktlich zum Abendessen. Die Managerin sah sich nun mit einem Restaurant voller stillenden Müttern konfrontiert. Unternehmen konnte sie dieses Mal nichts dagegen.

"Ich war mit dem Besitzer dieses 'Chick-fil-A' in Kontakt. Er schien es wirklich zu bedauern und war sehr offen für die Schulung seiner Mitarbeiter, um Vorfälle wie diese in Zukunft besser zu handhaben", berichtete McIntosh gegenüber CNN.

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