Stirbt der Goldbär aus? Haribo-Produkte in immer weniger Supermärkten erhältlich

Bonn - Stirbt der Goldbär bald aus? Immer weniger Supermärkte vertreiben mittlerweile Produkte von Haribo. Dabei muss der Süßigkeiten-Weltmarktführer aufpassen, dass ihm die Konkurrenz nicht den Rang abläuft.

Der Haribo-Goldbär verschwindet aus immer mehr Supermärkten.
Der Haribo-Goldbär verschwindet aus immer mehr Supermärkten.  © Martin Gerten/dpa

Wer in den vergangenen Wochen in einer Lidl-Filiale einkaufen war, hat es vielleicht bemerkt: Produkte von Haribo fand man vergebens.

Wie der Spiegel mitteilt, zieht Edeka nun mit und tut es dem Discounter gleich. Demnach hat Edeka den Verkauf der Produkte des Weltmarktführers um 40 Prozent heruntergefahren. 

Ein ähnliches Szenario soll auch Rewe zwischenzeitlich angedroht haben.

Der Grund für den schleichenden bis sterbenden Absatz der Haribo-Produkte liegt dabei bei den Regeln der Marktwirtschaft. Denn es geht ums Geld.

Haribo zieht die Preise an - die Supermärkte machen nicht mit

Lidl bietet gar keine Haribo-Produkte mehr an, Rewe hat den Absatz der Traditionsmarke heruntergeschraubt.
Lidl bietet gar keine Haribo-Produkte mehr an, Rewe hat den Absatz der Traditionsmarke heruntergeschraubt.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Früher wäre undenkbar gewesen, an Gummibärchen zu denken, ohne dabei Haribo im Kopf zu haben. Doch die Zeiten haben sich geändert.

"Früher waren wir auf Haribo angewiesen, heute haben wir Alternativen wie Storck, Katjes oder unsere Eigenmarken", sagt der Chefeinkäufer eines Handelskonzerns.

Da der Bonner Süßigkeiten-Riese die Preise angehoben hatte, spielen die Supermärkte, auch wegen des großen Angebots, nicht mehr nach den Spielregeln des Traditionsunternehmens.

Um weiterhin Fruchtgummi-Marke Nummer eins zu bleiben, wird sich Haribo wohl den Forderungen seiner Kunden annehmen müssen.

Sonst könnte der Goldbär womöglich doch irgendwann aussterben.

Titelfoto: Martin Gerten/dpa

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