Stirbt der Osten aus? Altersdurchschnitt in Thüringen steigt

Die jungen Menschen zieht es in Thüringen eher nach Jena, Erfurt und Weimar, als ins Altenburger Land (Symbolbild).
Die jungen Menschen zieht es in Thüringen eher nach Jena, Erfurt und Weimar, als ins Altenburger Land (Symbolbild).  © DPA

Bonn/Erfurt - Alarmierende Studienergebnisse veröffentlichte jetzt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Dem Institut zufolge zeigt sich die Thüringische Bevölkerung älter als im gesamtdeutschen Schnitt.

Während das Durchschnittsalter in Deutschland im Jahr 2015 bei 43,9 Jahren lag, waren es in Thüringen 46,4 Jahre. So stieg das Durchschnittsalter in Thüringen zwischen 2000 und 2015 um 3,2 Jahre und liegt damit leicht unter dem gesamtdeutschen Anstieg von 3,3 Jahren.

Besonders alarmierend ist dabei die große Kluft zwischen ländlichen und urbanen Gebieten. Während im Altenburger Land der Altersdurch-schnitt bei 49,4 Jahren liegt, führt Jena mit 41,93 Jahren die Liste der jungen Städte in den neuen Bundesländern an.

Erst dann folgen Berlin, Potsdam und Leipzig. Weiterhin Bevölkerungszuwachs erlebten die Städte Erfurt und Weimar. Dagegen nahm die Einwohnerzahl in allen anderen kreisfreien Städten und Landkreisen ab. Ursache dafür ist möglicherweise die Präferenz junger Menschen, Groß- und Universitätsstädte den idyllischen Gebieten fernab der Ballungsräume vorzuziehen.

Am stärksten von Abwanderungen betroffen ist die Thüringische Stadt Suhl. Seit der Jahrtausendwende verlor sie jeden fünften Einwohner. So liegt das Durchschnittsalter inzwischen bei 49,1 Jahren.

Titelfoto: DPA


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