Loburger Adoptiv-Störche machen den Abflug

So sah einer der Langschnäbel noch im Frühjahr aus. Nur Monate später macht 
er schon „Urlaub“ in Afrika.
So sah einer der Langschnäbel noch im Frühjahr aus. Nur Monate später macht er schon „Urlaub“ in Afrika.  © Storchenhof Loburg

Chemnitz/Loburg - Happy End beim Storchendrama zu Leukersdorf: Aus einem von den Eltern verlassenen Horst in Leukersdorf (bei Chemnitz) wurden im Frühjahr vier Eier geborgen und im Storchenhof Loburg von Pute Erna ausgebrütet (MOPO24 berichtete). 

Dieser Tage erhoben sich zwei dieser "Adoptiv-Störche“ auf die lange Reise gen Afrika. Die gute Pute Erna war als Leihmutter ein sehr gewissenhaftes Tier. Doch trotz aller Mühe beim Brüten konnte sie nicht verhindern, dass zwei kleine Storchenkücken den auch in der Natur äußerst komplizierten Schlüpfvorgang nicht schafften.

Immerhin zwei Langschnäbel des Leukersdorfer Geleges haben die außergewöhnliche Geburtshilfe überlebt. Michael Kaatz vom Storchenhof Loburg: "Wir haben die beiden an liebevolle Ersatzeltern gegeben. Die haben die kleinen großgezogen und ihnen auch das Fliegen gelehrt.“

Pute Erna gab ihr Bestes und trotzdem schafften zwei Storchenkücken den komplizierten Schlüpfvorgang nicht.
Pute Erna gab ihr Bestes und trotzdem schafften zwei Storchenkücken den komplizierten Schlüpfvorgang nicht.  © Storchenhof Loburg

Schon seit Jahren nimmt der Storchenhof in Sachsen-Anhalt langbeinige Waisenkinder und junge Bruchpiloten aus Sachsen auf und päppelt sie bis zur Eigenständigkeit.

 Derzeit hat er auch noch Jungstörchin Emma aus Otterwisch (bei Leipzig) unter seinen Fittichen, die hier nach einem Unfall eine Beinprothese angepasst bekam und nun langsam das Waten lernt.

Dieser Tage wurden die Störche, die in diesem Jahr als "Pechvögel“ angeliefert wurden, in die Freiheit entlassen. Bei der Auswilderung waren auch die Tierpaten dabei, um sich von ihren Zöglingen zu verabschieden. Wie die beiden Leukersdorfer Störche kommen sie hoffentlich als ausgewachsene Adebare im Frühjahr wieder zurück.

Info: www.storchenhof-loburg.de

In Leukersdorf selbst kam es noch zu einem zweiten Storchen-Drama: Zwar siedelte sich Ende Mai ein neues Paar an, doch die beiden Jungen lebten gerade einmal zehn Tage. Beobachter Lutz Voigtländer: "Wir sind aber guter Hoffnung, dass dieses Paar im Frühjahr wiederkommt und es dann erneut versucht.“

Als Tierpaten diese Woche die Jungstörche des Storchehofs in die Freiheit 
entließen, erinnerte das Bild fast an einen Modellflugplatz.
Als Tierpaten diese Woche die Jungstörche des Storchehofs in die Freiheit entließen, erinnerte das Bild fast an einen Modellflugplatz.  © Storchenhof Loburg

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